Zehn Jahre Molekulare Bildgebung im EIMI: Die Institutsdirektoren laden zum Symposium am 5. Dezember ein

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Das EIMI-Team freut sich über das zehnjährige Jubiläum des Instituts. 
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Das EIMI-Team freut sich über das zehnjährige Jubiläum des Instituts. © EIMI/S. Marschalkowski

Das „European Institute for Molecular Imaging“ (EIMI) der Universität Münster feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum und gleichzeitig die Berufung von Friedemann Kiefer auf die Professur für Intravitale Molekulare Bildgebung. Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Fachrichtungen nutzen und entwickeln im EIMI gemeinsam bildgebende Verfahren, mit denen sich molekulare Vorgänge in Organismen, Geweben und Zellen sichtbar machen lassen. Mithilfe der Bildgebung erforschen sie die Gefäßentwicklung, entzündliche Gefäßerkrankungen, Infektionen sowie neurodegenerative und Krebserkrankungen. Die Expertise und die starke Interaktion zwischen den Fachdisziplinen im EIMI trugen dazu bei, das Fundament für den Exzellenzcluster „Cells in Motion“ zu legen.

In den vergangenen Jahren hat das EIMI-Team eine breite Skala an Bildgebungstechnologien „von makro bis mikro“ aufgebaut. Den Anfang machten nuklearmedizinische Verfahren der Ganzkörperbildgebung, PET und SPECT, sowie die Computertomographie. Dann kam die optische Bildgebung hinzu. Es folgten Ultraschallverfahren und die fotoakustische Bildgebung. Später führten die Wissenschaftler die ersten Untersuchungen mit der Zwei-Photonen-Mikroskopie durch. Mit der Berufung von Prof. Friedemann Kiefer als Spezialisten für Lichtmikroskopie konnte nun die Bildgebungsexpertise innerhalb des Instituts noch erweitert werden. Friedemann Kiefer untersucht molekulare Vorgänge vorwiegend unter Verwendung mikroskopischer Verfahren auf der Ebene einzelner Zellen und hochaufgelöst in Geweben, um dann die Konsequenzen für ganze Organe oder den Organismus besser zu verstehen.

Bereits bei der Gründung des EIMI waren vier Fachbereiche beteiligt: die Medizin, Chemie und Pharmazie, Mathematik und Informatik sowie Physik. Im 2012 bewilligten Exzellenzcluster „Cells in Motion“ wird diese Interdisziplinarität an der Universität Münster inzwischen auf einer noch breiteren Ebene gelebt. Auch personell sind das Institut und der Cluster eng miteinander verknüpft: Die Wissenschaftler des EIMI arbeiten intensiv im Exzellenzcluster mit. EIMI-Direktor Michael Schäfers ist außerdem einer der drei Koordinatoren von CiM. Die enge Verbindung drückt sich auch in der räumlichen Nähe aus: Das EIMI ist im selben Gebäude wie das Institut von CiM-Sprecherin Prof. Lydia Sorokin untergebracht.

Was waren besondere Momente in den vergangenen zehn Jahren? Die drei EIMI-Direktoren Prof. Michael Schäfers, Prof. Andreas Jacobs und Prof. Friedemann Kiefer ziehen in einem Interview Bilanz und laden zum Symposium am 5. Dezember ein.