Weitere Präsidiumsmitglieder der Freien Universität Berlin gewählt

Erweiterter Akademischer Senat wählt Verena Blechinger-Talcott und bestätigt Klaus Mühlhahn als Vizepräsidenten der Hochschule

In das neue Präsidium der Freien Universität Berlin sind weitere Mitglieder gewählt worden. Der Erweiterte Akademische Senat der Hochschule wählte am Mittwoch die Japanologin Verena Blechinger-Talcott und den Sinologen Klaus Mühlhahn. In der Sitzung erhielten Verena Blechinger-Talcott 48 Ja-Stimmen der abgegebenen 57 Stimmen und Klaus Mühlhahn 37 Ja-Stimmen. Die dritte Kandidatin, die Biochemikerin Beate Koksch, erreichte nicht die erforderliche Mehrheit der Stimmen. Die Wahl für das vakante Vizepräsidentenamt findet voraussichtlich im Wintersemester statt. Die gewählten Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten bedürfen der Bestellung durch die für Hochschulen zuständige Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft.

Anfang Mai hatte der Erweiterte Akademische Senat bereits den Präsidenten der Freien Universität gewählt, den Mathematiker Günter M. Ziegler, sowie den Ersten Vizepräsidenten, den Juristen Klaus Hoffmann-Holland. Ihre Amtszeit begann nach der Bestellung durch den Senat von Berlin. Bis zur Bestellung der Nachfolgerinnen und Nachfolger durch die Senatsverwaltung üben die bisherigen Vizepräsidentinnen und -präsidenten ihre Amtsgeschäfte weiter aus. Dem Präsidium der Freien Universität gehört auch Kanzlerin Dr. Andrea Bör an.

Verena Blechinger-Talcott

Verena Blechinger-Talcott, geb. 1966, ist seit 2004 Professorin für Japanologie (Politik und Wirtschaft Japans) an der Freien Universität Berlin. Sie studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der D?shisha-Universität in Ky’to Japanologie, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft. Im Jahr 1997 wurde sie mit einer Arbeit zur Parteienfinanzierung und politischen Korruption in Japan im Fach Politikwissenschaft an der LMU München promoviert. Verena Blechinger-Talcott war von 1993 bis 1997 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ostasienkunde der LMU München. Von 1997 bis 2001 forschte sie am Deutschen Institut für Japanstudien (DIJ), einem deutschen geisteswissenschaftlichen Auslandsinstitut, in Tokio. Dort war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und von 1999 bis 2002 Abteilungsleiterin für den Bereich Sozialwissenschaften sowie von 2001 bis 2002 stellvertretende Direktorin. Danach verbrachte sie mehrere Jahre in den USA; von 2002 bis 2003 als Advanced Research Fellow im Program on US-Japan Relations an der Harvard University und 2003 bis 2004 als Assistant Professor für Politikwissenschaft am Hamilton College in Clinton, New York. Im Jahr 2008 war sie Gastprofessorin am Institute of Social Science der University of Tokyo. Verena Blechinger-Talcotts Forschungsschwerpunkte liegen auf der Politik Japans und Ostasiens in vergleichender Perspektive.

Klaus Mühlhahn

Klaus Mühlhahn, geboren 1963, studierte Sinologie an der Freien Universität Berlin und der National Taiwan Normal University und schloss 1993 mit einem Magister ab. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bis zu seiner Promotion 1998 am Institut für Sinologie an der Freien Universität Berlin. Bis 2002 war er an der Freien Universität Berlin als wissenschaftlicher Assistent tätig. Im Zeitraum von 2002 bis 2004 war er Visiting Fellow am Center for Chinese Studies der University of California, Berkeley, USA. Im Jahr 2004 nahm er einen Ruf der University of Turku in Finnland an, an der er als Professor für gegenwärtige chinesische und asiatische Geschichte am Institut für Geschichte lehrte. Im Jahr 2007 folgte er dem Ruf der Indiana University, Bloomington, USA, und unterrichtete dort als Professor für chinesische Geschichte. Im Jahr 2010 folgte er dem Ruf als Professor für chinesische Geschichte und Kultur der Freien Universität Berlin. Derzeit ist er stellvertretender Direktor der 2013 eröffneten Graduate School of East Asian Studies und seit 2014 Vizepräsident für Internationales der Freien Universität.