Wechselwirkungen zwischen Landwirtschaft, Ernährung und Gesundheit

Traditioneller Obst- und Gemüsemarkt in Uganda.

Traditioneller Obst- und Gemüsemarkt in Uganda.

Symposium am 28. und 29. April 2017 – Fakultät für Agrarwissenschaften verleiht Ehrendoktorwürde
(pug) Wirkt sich der internationale Agrarhandel positiv oder negativ auf die Hungerund Armutsbekämpfung in den Entwicklungsländern aus? Sind Fair-Tradeund Bio-Siegel hilfreich, um die Lebenssituation von Kleinbauern zu verbessern? Welche Strukturen in der Landwirtschaft sind am besten geeignet, um nachhaltige Entwicklung zu fördern? Diese und weitere Fragen diskutieren rund 250 Agrarund Entwicklungsökonomen sowie Ernährungsexperten aus fünf Kontinenten am 28. und 29. April 2017 beim GlobalFood-Symposium der Universität Göttingen. In einem Festakt am 28. April verleiht die Fakultät für Agrarwissenschaften eine Ehrendoktorwürde an den belgischen Agrarökonomen Johan Swinnen.
Das Symposium in der Paulinerkirche, Papendiek 14, wird vom Graduiertenkolleg „Transformation of Global Agri-Food Systems – GlobalFood“ der Universität Göttingen ausgerichtet. In rund 100 Vorträgen und Pos-terbeiträgen werden neue Forschungsergebnisse vorgestellt und innovative Politikstrategien erörtert. „Ein Schwerpunktthema mit besonders hoher internationaler Relevanz sind die Wechselwirkungen zwischen Landwirtschaft, Ernährung und Gesundheit“, betont der Agrarökonom Matin Qaim, der das Symposium und das Graduiertenkolleg leitet. „Während Unterernährung vor allem in Afrika und Asien nach wie vor weit verbreitet ist, werden Fettleibigkeit und damit verbundene chronische Krankheiten immer mehr zum globalen Problem.“
Die Fakultät für Agrarwissenschaften ehrt Swinnen für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der internationalen Agrarund Ernährungspolitik. Der Professor für Agrarund Entwicklungsökonomie an der Katholischen Universität Leuven hat wegweisend zu Fragen der Agrarentwicklung, Politikreform und der Rolle des internationalen Handels für die Hungerund Armutsbekämpfung beigetragen. Von 2012 bis 2015 war er Präsident der „International Association of Agricultural Economists“. Swinnen kooperiert seit rund 20 Jahren in Forschung und Lehre mit Agrarwissenschaftlern in Göttingen. Unter anderem ist er als Mercator-Gastprofessor am Graduiertenkolleg „GlobalFood“ beteiligt. In einem Festakt in der Aula am Wilhelmsplatz, der am 28. April um 18 Uhr beginnt, verleiht ihm die Dekanin Elke Pawelzik die Ehrendoktorwürde. Anschliessend spricht Swinnen zum Thema „Some Reflections on the Economics of Agriculture, Food, and Development“.
Das Graduiertenkolleg „GlobalFood“ wird seit 2011 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Universität Göttingen gefördert. Neben der Fakultät für Agrarwissenschaften ist auch die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät beteiligt. Das Symposium wird alle drei Jahre zum Abschluss einer Kohorte von Promovierenden und zum Start einer neuen Kohorte durchgeführt. Bisher haben rund 40 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfolgreich ihre Promotion im Graduiertenkolleg abgeschlossen. Weitere Informationen sind unter www.uni-goettingen/globalfood zu finden.


 
 
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