Umweltingenieurwissenschaftliche Studiengänge im Dialog

Das Vernetzungstreffen initiierte der Weimarer Student Maximilian Vogler. Foto:

Das Vernetzungstreffen initiierte der Weimarer Student Maximilian Vogler. Foto: Lisa Schuwerk Download-Version

Vom 18. bis 20. Oktober 2017 findet das erste bundesweite Vernetzungstreffen von Studierenden aus dem Fachbereich Umweltingenieurwissenschaften statt. An der Bauhaus-Universität Weimar stehen damit Inhalt und Qualität der Lehre sowie die Vertretung gemeinsamer Interessen im Fokus.

Windräder bauen, grünen Strom produzieren und Delfine retten - Klischees wie diese begegnen den Studierenden der Umweltingenieurwissenschaften immer wieder. Doch was steckt wirklich hinter dem Berufsbild? Und welche Inhalte werden unter dem Schlagwort »Umwelt« an deutschen Hochschulen vermittelt? Diese und weitere Fragen diskutieren 28 studentische Vertreterinnen und Vertreter aus neun Hochschulen. In Workshops und einer Vollversammlung werden Strukturen hinterfragt und hochschulübergreifende Ziele definiert.

»Beim Vernetzungstreffen der Umweltingenieurinnen und Umweltingenieure steht der Erfahrungsaustausch im Vordergrund«, erläutert Initiator Maximilian Vogler, der selbst Umweltingenieurwissenschaften an der Bauhaus-Universität Weimar studiert. »Uns geht es zunächst darum, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Studienaufbau und -inhalten zu identifizieren. Davon ausgehend können studiengangübergreifende Interessen formuliert und geeignete Vertretungsmöglichkeiten geprüft werden«, ergänzt er.

Studiengangleiter Prof. Dr.-Ing. Jörg Londong unterstützt die Initiative: »An der Bauhaus-Universität Weimar werden Ingenieurinnen und Ingenieure ausgebildet, die global denken und handeln, um die technische Infrastruktur in den Bereichen Wasser, Abwasser, Verkehr, Abfall und Energie nachhaltig und sozial verträglich zu gestalten. Die Ausbildung sieht sich neuen gesellschaftlichen Herausforderungen gegenüber. Hierzu ist die aktive Mitgestaltung der Studierenden unabdingbar. Eine Vernetzung dieser Studierenden untereinander und der Dialog mit den Lehrenden sind wichtige Bausteine für gute Lehre.«

Hintergrund
Deutschlandweit verweisen rund 600 Studiengänge auf einen Schwerpunkt im Fachbereich Umwelt. Ein Teil davon fokussiert mathematisch-technische Fragestellungen und ist im Ingenieurwesen angesiedelt. Doch auch hier gibt es Unterschiede: »Manche Studiengänge sind dem Fachgebiet Bauingenieurwesen zugeordnet, andere beispielsweise an das Fachgebiet Maschinenbau angegliedert«, schildert Maximilian Vogler das Problem. Eine fachübergreifende Vertretung studentischer Interessen auf dem Gebiet der Umweltingenieurwissenschaften existiert bislang nicht.

Folgende Hochschulen sind beim Vernetzungstreffen in Weimar vertreten:
Bauhaus-Universität Weimar, BTU Cottbus-Senftenberg, HTWK Leipzig, Ruhr-Universität Bochum, Universität Stuttgart, Leibniz Universität Hannover, Technische Universität München, Hochschule Darmstadt, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf