Sprache und Gesellschaft

‘Sprache und Gesellschaft’ ist das Thema einer Ringvorlesung, die vom 25. April bis zum 18. Juli 2017 an der Freien Universität Berlin stattfindet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland beleuchten in ihren Vorträgen ausgewählte Aspekte der sozialen Funktion von Sprache und Kommunikation in modernen europäischen und außereuropäischen Gesellschaften. Die Veranstaltungssprache ist Deutsch oder Englisch. Alle Vorträge sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

‘Die moderne globalisierte Welt ist in immer stärkerem Maße von komplexen Szenarien der mehrsprachigen und medial vernetzten Kommunikation geprägt’, erklärt Judith Meinschaefer vom Institut für Romanische Philologie der Freien Universität, die die Reihe konzipiert hat. Gerade Berlin ist ein Ort, an dem viele Sprachen aufeinandertreffen - nicht nur die Sprachen von "alten" und "neuen" Migranten. Diese Situation kann Probleme schaffen, zum Beispiel im Bildungssystem, sie birgt jedoch auch viele Möglichkeiten für den Einzelnen wie für die Gesellschaft als Ganzes. Nicht zuletzt sind es gerade auch komplexe Situationen des Sprachkontakts, die es Sprachwissenschaftlern ermöglichen, grundlegende Prinzipien der Entwicklung und des Wandels von Sprache als zugleich biologisch gewachsenem und kulturell geformtem System zu erforschen.

Die Vorlesungsreihe findet im Rahmen der Dahlem Lectures in Linguistics des Interdisziplinären Zentrums Europäische Sprachen statt. Das Zentrum lädt regelmäßig Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt ein, um über aktuelle Themen in der Sprachwissenschaft zu sprechen. Diskutiert werden unter anderem grammatische Phänomene und ihre Erklärungen, linguistische Theorien und Methoden, die soziale Einbettung von Sprache sowie Aspekte des Sprachwandels. Ein weiteres wichtiges Thema ist die wissenschaftliche Integration der Erkenntnisse aus Neuro-, Psychound Computerlinguistik und traditioneller Grammatiktheorie. Die Reihe will arrivierte und jüngere Sprachforscher in Berlin mit den neuesten Erkenntnissen der nationalen und internationalen Forschung in Kontakt bringen und nicht zuletzt durch eine kritische Diskussion wichtige Themen linguistischer Forschung in das Licht der Öffentlichkeit rücken.

Zeit und Ort

  • Dienstags, vom 25. April bis 18. Juli 2017, jeweils von 16.15 bis 17.45 Uhr.
  • Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, Raum J 32/102, 14195 Berlin.

 
 
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