SFB an der Universität Göttingen erneut verlängert

    Ralf Ficner

Ralf Ficner

DFG fördert molekularbiologische Forschung für weitere vier Jahre mit rund 9,7 Millionen Euro

(pug) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung des Sonderforschungsbereichs (SFB) 860 ,,Integrative Strukturbiologie dynamischer makromolekularer Komplexe" erneut um vier Jahre verlängert. Die DFG unterstützt die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ab dem 1. Juli 2018 mit insgesamt rund 9,7 Millionen Euro. Der SFB 860 besteht seit Juli 2010 und ist am Göttinger Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (GZMB) angesiedelt. Neben den Fakultäten für Biologie und Psychologie, für Mathematik und Informatik sowie für Physik der Universität Göttingen sind die Universitätsmedizin Göttingen und das Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie beteiligt. Koordiniert wird der SFB von Ralf Ficner vom Institut für Mikrobiologie und Genetik der Universität.

In insgesamt 20 Projekten untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die dreidimensionalen Strukturen und die Dynamik makromolekularer Komplexe, die aus vielen Proteinund zum Teil auch aus Ribonukleinsäure-Molekülen bestehen. Um die Funktionsweise dieser makromolekularen Komplexe auf atomarer Ebene zu verstehen, müssen deren dreidimensionale Strukturen aufgeklärt werden. Allerdings verändern sich diese laufend - und diese Dynamik ist mit der zellulären Funktion der Komplexe eng verknüpft.

,,Alle fundamentalen Prozesse des Lebens werden durch große makromolekulare Maschinen angetrieben", erklärt SFB-Sprecher Ficner. ,,In den vergangenen Jahren konnten wir neue und tiefe Einblicke in die Struktur und Funktion bestimmter makromolekularer Komplexe gewinnen." Die Analyse solch großer Komplexe erfordert die Kombination verschiedener komplementärer Methoden der Biochemie, Strukturbiologie und Biophysik. Daher arbeiten im SFB 860 zahlreiche Arbeitsgruppen mit ganz unterschiedlichen experimentellen Fachkenntnissen eng zusammen.