"Reformation als Message" - Unibund Halle-Jena-Leipzig präsentiert sich auf der Buchmesse

16. März 2017

"Reformation als Message" - Unibund Halle-Jena-Leipzig präsentiert sich auf der Buchmesse


Im Jahr des 500. Reformationsjubiläums präsentieren sich die im Universitätsbund kooperierenden Universitäten Halle, Jena und Leipzig erstmals zur Leipziger Buchmesse mit einem gemeinsamen Vortragsforum. Wissenschaftler und Studierende der drei Universitäten sowie der Hochschule Merseburg stellen vom 23. bis 26. März 2017 unter dem Motto "Forum Unibund 2017: Reformation als Message" in Vorträgen und Podiumsdiskussionen Forschungsprojekte und -ergebnisse rund um das Thema Reformation vor.


Der Gemeinschaftsstand G200 in Halle 3 wird am Donnerstag (23. März) um 10:30 Uhr mit einer moderierten Podiumsdiskussion und einer szenischen Lesung des Graduiertenkollegs der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zum Thema "Kulturelle Wirkungen der Reformation" eröffnet. Dazu werden die drei Rektoren bzw. Präsidenten der Hochschulen und Vertreter aus der Landespolitik erwartet.

"Ich freue mich sehr, dass die drei mitteldeutschen Universitäten, die seit mehr als 20 Jahren im Universitätsbund eng zusammenarbeiten, sich nun auch auf der Leipziger Buchmesse gemeinsam präsentieren. Ich bin mir sicher, dass die Vorträge des Forums ’Reformation als Message’ bei den Besuchern auf grosses Interesse stossen werden", sagt die Rektorin der Universität Leipzig, Beate Schücking. Der Rektor der Universität Halle Udo Sträter ergänzt: "Das ist ein sichtbares Zeichen unserer guten Zusammenarbeit im Universitätsbund. Es ist toll, dass die drei Traditionsuniversitäten das Thema Reformation im Jubiläumsjahr gemeinsam für ein breites Publikum aufgreifen." "Das gemeinsame Programm gibt einen guten Eindruck davon, wie vielfältig die Beschäftigung mit der Reformation an unseren Universitäten ist und welche grosse Bedeutung die Theologie und die gesamten Geisteswissenschaften auch heute noch für die Gesellschaft haben", sagt Walter Rosenthal, der Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena, deren Gründung wesentlich durch die Reformation geprägt wurde.

Auf dem Programm steht unter anderem ein Vortrag des Theologen Klaus Fitschen von der Universität Leipzig zum Thema "Die Reformation - (r)eine Männersache?" (Donnerstag, 14 Uhr). Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität präsentieren am Freitag unter dem Stichwort "Vernetzte Reformation" ausgewählte (Buch)Projekte zur Reformationsforschung. Der Debattierclub "Streitpunkt Leipzig" der Universität Leipzig provoziert am Samstagmittag mit der Frage: "Dieses Haus bedauert die Reformation", gefolgt vom Programmpunkt "Luther und… Heikle Themen in vier Vorträgen" der Reformationsgeschichtlichen Sozietät der Universität Halle. Auch die Präsentation des studentischen Filmprojektes "Aus tiefer Not schrei ich zu mir", das die Hochschule Merseburg als studentisches Projekt beisteuert und sich mit der Gedankenwelt Martin Luthers auseinandersetzt, gehört zu den Höhepunkten.

Die Hochschulen werden auf ihren Ständen zudem Neuerscheinungen vorstellen, die deren Wissenschaftler im vergangenen Jahr veröffentlicht haben. Täglich um 17 Uhr lassen die Blogger von "Leipzig lauscht" mit einem Quiz unter dem Motto "Guess my Book" den Buchmesse-Tag auf dem Forum Revue passieren, stellen in kurzen Rezensionen neue Bücher vor und erklären, was für sie gute Literatur ausmacht.

Und neben dem aktuellen Lesestoff bieten die Hochschulen interessierten Besuchern auch die Möglichkeit, sich über ihre vielfältigen Studienmöglichkeiten zu informieren.
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