Ramona Wüst und Max Nitze für Diversity und Queer

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Schwerpunkt

Schwerpunkt "Diversity" und "Queer": Ramona Wüst und Max Nitze vom AStA der TUM engagieren sich für ihre Kommiliton/innen. (Foto: Maren Willkomm)

Nach längerer Pause hat der AStA wieder eine Diversity-Referentin und einen Queer-Referenten: Die TUM-Studenten Ramona Wüst und Max Nitze setzen sich für Minderheiten an der TUM ein. Über ihre Aufgaben und Pläne haben die beiden im Interview mit TUMstudinews-Reporterin Sabrina Czechofsky gesprochen.


Ramona und Max, Ihr seid seit Oktober im Amt. Wie seid Ihr zum AStA gekommen?
Wüst: Ich habe mich schon immer für Hochschulpolitik interessiert und in der Fachschaft engagiert. Dort haben wir eng mit dem AStA zusammengearbeitet und ich habe gemerkt, dass mir diese Arbeit Spaß machen würde.
Nitze: Bei mir war es ganz anders. Ich hatte vorher gar nichts mit Hochschulpolitik am Hut und habe über einen Freund erst von der Arbeit des AStA erfahren. Dann habe ich mich persönlich beworben.
Ramona, Du bist seit Oktober Diversity-Referentin im AStA. Was ist Deine Aufgabe?
Wüst: Ich setze mich für die Gleichstellung aller Minderheiten an der TUM ein. Zum Beispiel die soziale Gleichstellung von Studierenden, die nicht aus Akademikerfamilien kommen und deren finanzielle Situation sich stark unterscheidet. In mein Ressort fallen auch Studieren mit Kind, der Einsatz für mehr Behindertengerechtigkeit, für internationale Studierende und der Klassiker: die Gleichstellung von Mann und Frau.
Was möchtest Du in Deinem Amt verwirklichen?
Wüst: Das große Ziel des Diversity-Referats ist, dass Studierende, die einer Minderheit angehören, gewisse Rechte und zusätzliche Unterstützung erhalten, um ganz normal studieren zu können. Das Amt war vor mir längere Zeit nicht besetzt, deshalb bin ich sehr frei dabei, meine eigenen Schwerpunkte zu setzen. Im Moment finde ich heraus, wo Bedarf besteht.
Wo siehst Du zum Beispiel besonderen Bedarf?
Ich möchte mich auf jeden Fall für Studierende einsetzen, die psychische Probleme haben. Das Studentenwerk bietet da schon einiges an und ich möchte auch für die TUM Angebote schaffen und Barrieren abbauen.
Welche Barrieren sind das?
Wüst: Im Moment hat zum Beispiel jede Fakultät eine eigene Regelung für Härtefälle bei Prüfungen. Ich möchte erreichen, dass eine einheitliche übergreifende Regelung gefunden wird, die für mehr Transparenz und Klarheit bei den betroffenen Studierenden sorgen wird.

Max, Du bist Queer-Referent im AStA. Hast Du auch schon konkrete Projekte im Auge?
Nitze: Auch mein Amt hat zwei Jahre geruht und es ist wenig passiert im Queer-Bereich. Ich bin deshalb noch in der Orientierungsphase. Mir ist es wichtig, die Zusammenarbeit mit den anderen Queer-Referaten der Hochschule München und der LMU wieder zu stärken - daran arbeite ich bereits.
Und an der TUM?
An der TUM möchte ich konkret wieder Vorträge zum Themenkreis Queer etablieren.
Der Höhepunkt meiner Arbeit dieses Jahr wird der Christopher Street Day in München. Wir werden dafür einen eigenen TUM-Wagen organisieren und an der Parade teilnehmen.
Warum ist ein Queer-Referent wichtig?
Nitze: Als Queer-Referent bin ich nicht nur hochschulpolitisch im Einsatz. Ich möchte auch ein Ansprechpartner sein, zu dem betroffene Studierende ohne große Hindernisse jederzeit Kontakt aufnehmen können.
Wie empfindest Du die TUM persönlich?
Ich finde, die TUM ist per se keine queer-feindliche Umgebung. Aber Bayern ist recht konservativ und betroffene Studierende stoßen dann vielleicht selbst an mentale Grenzen: Wie sage ich es meiner neuen WG oder wie offen gehe ich mit meiner sexuellen Orientierung im täglichen Leben um? Mit allen Fragen und Problemen können Studierende zu mir kommen.
Wie seid Ihr denn erreichbar?
Wüst: Am besten schreibt man uns eine E-Mail. Ich treffe mich auch gerne mal zum Mittagessen oder auf einen Kaffee, wenn jemand ein Problem persönlich besprechen möchte.
Nitze: Das Queer-Referat hat auch eine eigene Facebook-Seite. Sonst kann man mir gerne eine E-Mail oder Nachricht schreiben oder mich persönlich ansprechen. Ich behandle die Anliegen der Studierenden selbstverständlich diskret.
Eure beiden Ressorts sind thematisch verzahnt. Plant Ihr auch gemeinsame Projekte?
Nitze: Ja, wir planen auch etwas zusammen. Am 30. Mai ist der internationale Diversity-Tag, an dem wir gemeinsam einen Diversity Slam veranstalten werden. Es wird eine offizielle Ausschreibung für die Teilnahme auf der Bühne geben.
Wüst: Wir möchten ungefähr zehn ehrenamtliche Poetry Slammer gewinnen, die zu den verschiedenen Themenbereichen unserer Referate dichten. Das wird bestimmt richtig cool und wir hoffen, damit viel Aufmerksamkeit für unser Tätigkeitsfeld und die Belange der Minderheiten an der TUM zu erregen. Damit mehr Leute merken, dass es uns gibt.

  • Ramona Wüst, 23, studiert im siebten Semester Bauingenieurwesen an der TUM. Derzeit schreibt sie ihre Bachelorarbeit und möchte anschließend ihren Master in Umweltingenieurwesen an der TUM beginnen. Neben ihrer Arbeit im AStA engagiert sie sich auch in der Fachschaft. In ihrer Freizeit macht Ramona Eiskunstlauf. Kontakt Ramona Wüst Diversity-Referat
  • Max Nitze, 24, kommt aus Berlin und hat dort eine Ausbildung zum OP-Pfleger abgeschlossen, bevor er vor zwei Jahren nach München kam. Er studiert an der TUM im dritten Semester TUM-BWL. An München liebt Max die Nähe zu den Bergen und geht in seiner Freizeit Wandern und Klettern und im Winter Skifahren. Kontakt Max Nitze Queer-Referat



 
 
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