Politikwissenschaftler der Freien Universität erneut vom Bundestag in Gremium berufen

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Der Politikwissenschaftler Klaus Schroeder von der Freien Universität Berlin ist vom Bundestag erneut als Mitglied des wissenschaftlichen Beratungsgremiums der Bundesbehörde für Stasi-Unterlagen (BStU) benannt worden. Das Gremium vereint dem Gesetz nach neun Wissenschaftler ,,mit besonderen Kenntnissen" in der Forschung zur DDR, Diktaturen, Kommunismus, vergleichender Zeitgeschichte und zu Methoden und Wirkungsweise von Geheimdiensten. Die Mitglieder wurden auf gemeinsamen Vorschlag der Fraktionen für fünf Jahre gewählt.

Das Gremium berät den Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Tätigkeit des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Es soll außerdem die Forschungsarbeit und Publikationstätigkeit begleiten und den Informationsaustausch mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen unterstützen.

Klaus Schroeder ist promovierter Soziologe und habilitierter Politikwissenschaftler an der Freien Universität Berlin. Neben seiner Tätigkeit als Professor am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität leitet er seit 1992 dort den von ihm mitbegründeten Forschungsverbund SED-Staat. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Deutsche Teilungsgeschichte, die Geschichte der DDR, der Wiedervereinigungsprozess sowie die Themen Extremismus und Sozialstaat.