Philosophie in globaler Perspektive


Mit der Frage, wie Philosophie aus globaler Perspektive betrachtet werden kann und welche Herausforderungen und Möglichkeiten sich daraus ergeben, beschäftigt sich eine öffentliche Ringvorlesung an der Universität Heidelberg. Dazu lädt der Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“ der Ruperto Carola ein. Zur Eröffnung der Reihe wird Ori Sela von der Tel Aviv Universität (Israel) in seinem Vortrag darstellen, wie Philosophie als Wissenskategorie von Europa nach China kam und welchen Veränderungsprozessen sie dabei ausgesetzt wurde. Die englischsprachige Veranstaltung findet am Donnerstag, 20. Oktober 2011, im Karl Jaspers Zentrum statt und beginnt um 18.15 Uhr.

Wie Birgit Kellner, Professorin für Buddhismusstudien am Exzellenzcluster „Asien und Europa“, erläutert, „darf es heute als unbestrittene Tatsache gelten, dass Philosophie auch außerhalb Europas entstanden ist. So wurde der Begriff ,Philosophie‘ etwa in China oder Indien von dortigen Eliten aufgegriffen und für die Neuartikulation der je eigenen Ideengeschichte verwendet.“ In den insgesamt sechs Vorträgen der Reihe geht es unter anderem um Parallelen und Kontraste zwischen Neuplatonismus in Europa und buddhistischen Strömungen im alten Indien sowie um Mahatma Gandhi und die philosophischen Grundlagen von Gewalt. Die Referenten kommen aus Deutschland, Indien, Israel, Kanada und den USA.

Die Ringvorlesung mit dem Titel „Global Philosophies? Reflections and Challenges between Asia and Europe“ findet im Wintersemester 2011/2012 an mehreren Donnerstagen jeweils von 18 bis 20 Uhr statt. Veranstaltungs-ort ist das Karl Jaspers Zentrum für Transkulturelle Forschung, Voßstraße 2,