Mein Kiel!

Teilnehmende des Projektes:  
vorne: Dilshod Haase, Celia Ehlke, Caroline Paul

Teilnehmende des Projektes: vorne: Dilshod Haase, Celia Ehlke, Caroline Paul Kanjookeran hinten: Pablo Gavira Díaz, Asadullah Jawid, Katharina Schuchardt Foto: Raissa Nickel, Uni Kiel

Paula aus Brasilien: „Mein Lieblingsort in Kiel ist die Kiellinie, weil man einen wunderschönen Blick auf die Kieler Förde hat. Ein Spaziergang im Frühling lohnt sich sehr."
Foto: Celia Ehlke
www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-071-1.jpg

Im Rathaus der Landeshauptstadt Kiel eröffnete gestern (Mittwoch, 15. März) eine facettenreiche Fotoausstellung: Mit der Ausstellung „Mein Kiel!“ setzt Projektleiterin und Fotografin Celia Ehlke Lieblingsplätze von inund ausländischen Doktorandinnen und Doktoranden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) großformatig ins Bild. Die Fotografien werden noch bis zum 25. April gezeigt. Unterstützt wird das Projekt durch das Graduiertenzentrum und das International Center der CAU.
Was haben die Kiellinie, der Wochenmarkt auf dem Exerzierplatz, ein schmiedeeiserner Pavillon im Alten Botanischen Garten und ein Vogel-Graffito im Knooper Weg gemeinsam? Sie alle sind „Lieblingsplätze“. Orte, an denen die internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Fotoprojekt sich besonders zu Hause fühlen, die ihnen wichtig sind. Orte, die zu einem Stück „Heimat“ in der „Fremde“ geworden sind. Achtzehn Fotografien sind innerhalb von zwei Jahren entstanden. Beteiligt sind Doktorandinnen und Doktoranden der CAU aus Brasilien, dem Iran, der Türkei, aus Tadschikistan, Afghanistan, Polen, der Ukraine, Mexiko, den Niederlanden, der Schweiz, aus Großbritannien und Deutschland. Ein diverses Kaleidoskop aus Lieblingsorten lässt sich so entdecken: Neben maritimen Themen spielen auch innerstädtische Orte in Kiel eine wichtige Rolle bei dieser Neuentdeckung der Stadt.
Begleitend zu den Fotografien kommen in kurzen Texten die Fotografierten auch selbst zu Wort und erläutern die individuelle Bedeutung ihres Kieler Lieblingsplatzes. Erik, Doktorand der Philosophie, sitzt beispielsweise gern auf der Philosophentreppe der Kieler Innenstadt. Hier gebe es eine „perfekte Mischung der Elemente, die es für den Genuss philosophischer Literatur braucht“. David aus Großbritannien hat auf der Rückseite des Iltisbunkers in Gaarden ein Graffito gefunden, mit dem er sich identifiziert. Die Atmosphäre des Wochenmarkts auf dem Exerzierplatz erinnert Ehsan an seine Kindheit und Heimat im Iran. „Die Stadt durch andere Augen mit den eigenen Augen neu zu sehen, das ist die Einladung zu einer Reise mit ganz besonderem Reiz“, sagt Celia Ehlke, die die Ausstellung konzeptioniert hat, und fügt hinzu: „Die vielen Perspektiven ermöglichen einen frischen Blick auf vermeintlich längst Bekanntes.“
Bei seiner Begrüßung betonte Hans-Werner Tovar, Stadtpräsident der Landeshauptstadt Kiel: „Viele Fotos werden bestimmt für einige ‚Das-Ist-Auch-Mein-Lieblingsplatz‘-Ausrufe sorgen. Aber vielleicht zeigen sie den Ausstellungsbesucherinnen und -besuchern auch neue Sichtweisen auf Kiel. Kiel kann man immer wieder neu entdecken.“ Professorin Karin Schwarz, Vizepräsidentin der CAU, ergänzte: „Diese Fotoausstellung macht uns bewusst, wie individuelle Alltagserinnerungen gestiftet werden. Ich bin überzeugt, dass dies für unsere Doktorandinnen und Doktoranden eine wichtige Grundlage ist, um mit unserer Stadt und ihrer Alma Mater in guter Verbindung zu bleiben.“
Weitere Infos:
bit.ly/docs-and-the-­city

 
 
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