Krieg und Gewalt - vom Altertum bis zur Gegenwart

Wöchentliche Ringvorlesung des Exzellenzclusters Topoi im Sommersemester 2018 über kriegerische Konflikte von der Antike bis zur Gegenwart / Auftakt am 25. April

Kriegerische Konflikte gehören zu den universellen historischen Phänomenen. In einer Ringvorlesung des Exzellenzclusters Topoi und des Berliner Antike-Kollegs an der Freien Universität werden im Sommersemester exemplarisch aktuelle Forschungen zu Krieg und Konflikt vom Altertum bis zur Gegenwart vorgestellt. Schlachtfeldarchäologie ist dabei ebenso Thema wie die Erzählungen vom Krieg in der römischen und griechischen Literatur oder Kriegsmonumente im antiken Mesopotamien. Vom Altertum werden schließlich Entwicklungslinien bis in die Gegenwart gezogen: Vertreter der Neurowissenschaften, der Ethnologie und der Soziologie berichten über neueste Erkenntnisse zu den Grundlagen organisierter Gewalt zwischen Menschen. Die Reihe beginnt am Mittwoch, den 25. April 2018 um 18 Uhr mit einem Vortrag von Michael Meyer, Professor für Prähistorische Archäologie an der Freien Universität Berlin, über das germanisch-römische Schlachtfeld am Harzhorn. Die wöchentliche Veranstaltung läuft bis zum 11. Juli, sie ist öffentlich, der Eintritt frei.

Wie verändert die Schlachtfeldarchäologie unser Bild vom tatsächlichen Verlauf von Konflikten? Welche ideologische Funktion erfüllten Kriege im römischen Denken, und wie wurden sie in Literatur und Bildwerken wiedergegeben? Warum führen Menschen überhaupt immer wieder Kriege? Inwiefern verändern Kriege Gesellschaften und schreiben Geschichte? Antworten auf diese Fragen versuchen im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Archäologie, den Geschichtswissenschaften, den Philologien, der Ethnologie, der Soziologie und der Neurowissenschaft zu geben.

Die Vortragsreihe wurde von Michael Meyer und Dr. Hauke Ziemssen vom Exzellenzcluster Topoi der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin konzipiert. Sie ist über einen Livestream verfügbar; die Vorträge können im Anschluss als Videos abgerufen werden. Ein Einführungsvideo mit Michael Meyer ist ist bereits online.