Kongress zu politischer Ökonomie in Demokratie und Diktatur: "Bruch mit elementaren Spielregeln der Demokratie" / Veranstaltung vom 22. bis 24. Februar mit öffentlichen Vorträgen

16. Februar 2017
Das Tagungsthema könnte angesichts derzeitiger Krisen in der Welt kaum aktueller sein: Wissenschaftler aus fast 20 Ländern befassen sich vom 22. bis 24. Februar an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) mit "Political Economy of Democracy and Dictatorship" ("Politische Ökonomie von Demokratie und Diktatur"). Tagungspräsident ist Wirtschaftswissenschaftler Thomas Apolte vom Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse.
Der interdisziplinäre und englischsprachige Kongress widmet sich neuen Entwicklungen in der Erforschung politischer Regime. Unter den rund 60 teilnehmenden Wissenschaftlern sind von allem Politikwissenschaftler, Soziologen und Ökonomen. Neben den Fachvorträgen sind vier öffentliche Vorträge der international renommierten Wissenschaftler Barry Weingast aus Stanford (USA), Toke Aidt aus Cambridge (England), Ronald Wintrobe von der Western University in Kanada sowie Sabine Carey von der Universität Mannheim vorgesehen. Sie richten sich an ein breiteres Publikum; Einzelheiten dazu gibt es auf der Kongress-Homepage unter www.wiwi.uni-muenster.de/loep/en/pedd. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Für Thomas Apolte gehen die aktuellen Krisenerscheinungen der Demokratien in vielen Ländern darauf zurück, dass es populistischen Politikern oft gelinge, sich mit dem Bruch "elementarer Spielregeln demokratischer und rechtsstaatlicher Prozesse die Zustimmung breiter Bevölkerungskreise zu sichern." Die Hintergründe dafür sind nach Worten des Experten weder in der Wissenschaft noch in der politischen Praxis hinreichend erfasst. "Den Kern dieses Problems wird die Tagung aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten."