Knapp zehn Millionen Euro für neue Graduiertenkollegs

 
            Foto: Sandra Meyndt

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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert zwei Einrichtungen an der Universität Freiburg


Zur weiteren Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 15 neue Graduiertenkollegs bewilligt. An der Universität Freiburg werden die Kollegs ‘MeInBio - BioInMe: Untersuchung räumlicher und zeitlicher Dynamik der Genregulation mit hochauflösenden Hochdurchsatzverfahren" und ’Statistische Modellierung in der Psychologie (SMiP)", an dem fünf deutsche Universitäten beteiligt sind, eingerichtet. Sie werden mit knapp zehn Millionen Euro über viereinhalb Jahre gefördert. So wird das Kolleg zur Umsetzung genetischer Information in Zellsystemen mit etwa 4,8 Millionen Euro bezuschusst, die Graduiertenschule zu statistischen Modellen psychologischer Theorien wird knapp 4,9 Millionen Euro erhalten.

Im Graduiertenkolleg ’MeInBio - BioInMe: Untersuchung räumlicher und zeitlicher Dynamik der Genregulation mit hochauflösenden Hochdurchsatzverfahren" wird ab September 2017 die erste Generation von zwölf Doktorandinnen und Doktoranden eine Ausbildung sowohl in molekularbiologischen Labormethoden als auch in der Bioinformatik erwerben. Sie werden untersuchen, wie unterschiedliche Zellsysteme die genetische Information umsetzen und nutzbar machen, die so genannte Kontrolle der Genexpression. Moderne Hochdurchsatz-Technologien, die automatisch mehrere Tausend Tests gleichzeitig durchführen, garantieren dabei eine hohe zeitliche und räumliche Auflösung. Sie ermöglicht es, die Vorgänge auch bei kleinen Zellzahlen und bei Einzelzellen nachzuvollziehen. Der Name ’MeInBio" steht für die Fachrichtungen der jeweiligen Arbeitsgruppen am Kolleg und ihren Forschungsfragen aus den Gebieten der Medizin, Informatik und Biologie. Sprecherin ist Prof. Dr. Tanja Vogel vom Institut für Anatomie und Zellbiologie.

Das Graduiertenkolleg ’Statistische Modellierung in der Psychologie (SMiP)" schlägt eine Brücke zwischen traditionell nur lose verbundenen Arbeitsbereichen der Psychologie: der Forschung in den Grundlagenund Anwendungsdisziplinen der Psychologie auf der einen und neuen Entwicklungen in den Methoden des Faches und der statistischen Modellierung auf der anderen Seite. Hierfür entwickelt das Kolleg statistische Modelle für die Formalisierung psychologischer Theorien und Forschungsfragen. Um dieses Arbeitsgebiet der Psychologie zu bearbeiten, haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von fünf Standorten zusammengeschlossen: Außer der Universität Freiburg sind die Universität Mannheim, die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, die Universität Koblenz-Landau und die Eberhard Karls Universität Tübingen an dem Graduiertenkolleg beteiligt. Sprecher des Kollegs ist Edgar Erdfelder von der Universität Mannheim, Ansprechpartner für den Standort Freiburg sind Karl Christoph Klauer und Prof. Dr. Andrea Kiesel vom Institut für Psychologie.

Informationen zu allen bewilligten Graduiertenkollegs


 
 
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