Jahrestagung der Schülerlabore an der Kieler Universität

Minister a.D. Walter Hirche von der Deutschen UNESCO-Kommission begrüßte die run

Minister a.D. Walter Hirche von der Deutschen UNESCO-Kommission begrüßte die rund 200 Teilnehmenden der LeLa-Tagung. Er gab einen kurzen Einblick in das „UNESCO-Weltaktionsprogramm: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ und erläuterte, wie wichtig es insbesondere auch für Kinder und Jugendliche sei, globale Prozesse verstehen und nachvollziehen zu können. Hier leisteten die Schülerlaborangebote im deutschsprachigen Raum einen entscheidenden Beitrag. Foto/Copyright: IPN

Vom 11. bis zum 13. März trafen sich Schülerlaborbetreibende aus dem deutschsprachigen Raum an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zur Jahrestagung des gemeinnützigen Vereins „LernortLabor (LeLa) – Bundesverband der Schülerlabore e.V.“. Bereits zum 13. Mal bot die Tagung den Teilnehmenden eine interdisziplinäre Plattform zur weiteren Vernetzung und Qualitätssicherung der Schülerlabore. Die Kieler Forschungswerkstatt, das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und die Kieler Universität waren Mitausrichtende der Veranstaltung.

Die diesjährige Tagung stand unter dem Motto „Vielfalt in Schülerlaboren – Zielgruppen, Themen, Methoden“. An drei Veranstaltungstagen suchten die rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beispielsweise nach Wegen, außerschulische Lernangebote im MINT-Bereich so weiterzuentwickeln, dass sie eine breite Spannbreite von Hochbegabten bis zu Kindern und Jugendlichen mit benachteiligter Bildungsbiographie ansprechen.

Die inhaltliche Vielfalt der sich stetig weiterentwickelnden Angebote in Schülerlaboren betonte Professor Rolf Hempelmann, erster Vorsitzender von LernortLabor, in seinem Grußwort: „Neben den klassischen Angeboten in den MINT-Fächern gibt es zunehmend auch Programme in den Geistes-, Sozialund Kulturwissenschaften. Auch Werkstätten, in denen die Schülerinnen und Schüler Produkte entwickeln und herstellen, mobile Angebote oder Schülerlabor-Netzwerke wie das Netzwerk Schülerforschungszentren Schleswig-Holstein ergänzen zunehmend die naturwissenschaftlichen Schülerlaborangebote.“

Mit der Tagung in Kiel kehrte LernortLabor zurück zu seinen Wurzeln. Im Jahr 2004 am IPN als BMBF-Projekt gestartet, ist es gelungen mit der Vereinsgründung eine Verstetigung zu schaffen und den kontinuierlichen Erfahrungsaustausch der außerschulischen Lernorte und Labore in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu gewährleisten. Einen solchen Austausch sieht Professorin Ilka Parchmann, Vizepräsidentin der CAU auch in Schülerlaboren wie der Kieler Forschungswerkstatt. „Außerschulische Lernorte sind Orte der Begegnung“, so Parchmann. „Junge Menschen treffen hier auf Wissenschaft und gleichzeitig findet ein Austausch zwischen Fachwissenschaft und Fachdidaktik statt, von dem beide Seiten profitieren.“

Auch Renate Treutel, Stadträtin für Bildung, Jugend und Kreative Stadt, freute sich, die Tagungsteilnehmenden in Kiel begrüßen zu dürfen. Um einem Fachkräftemangel im MINT-Bereich vorzubeugen sei es wichtig, Schülerinnen und Schüler nachhaltig für diese Fächer zu begeistern. Diese Chance böten insbesondere Angebote für Schülerinnen und Schüler mit Alltagsrelevanz. Für die Zukunft wünschte Treutel abschließend „mehr LeLa in Kiel und in Deutschland“.

Über LernortLabor (LeLa) - Bundesverband der Schülerlabore e.V.


Der Verein vertritt außerschulische Lernorte, bei denen selbstständiges Arbeiten, Entdecken, Forschen und Entwickeln in einem authentischen Umfeld, wie z.B. einem Labor oder einer Werkstatt, im Vordergrund stehen. Gleichzeitig fördert LernortLabor die Vernetzung der Schülerlabore auf nationaler und internationaler Ebene und unterstützt regionale Netzwerke und lokale Kooperationen seiner Mitglieder. Die Mitglieder erhalten Unterstützung bei der fachlichen Weiterentwicklung und Qualitätssicherung sowie bei der begleitenden Forschung zur wissenschaftlichen Evaluation der Schülerlabore. Nicht zuletzt bildet LernortLabor eine Plattform für die Entstehung und Etablierung neuer Schülerlabore sowie für die (Weiter-)Entwicklung neuer Formate.