Internationale Sommerschule zu Identitätskonstruktionen in Mitteleuropa an der Universität Leipzig

Internationale Sommerschule zu Identitätskonstruktionen in Mitteleuropa an der Universität Leipzig


Vom 18. bis 28. September 2017 findet die internationale Sommerschule "Identität(en) im mitteleuropäischen Dreiländereck Deutschland - Polen - Tschechien" an der Universität Leipzig statt. Ausgerichtet wird sie vom Institut für Slavistik.


Angesichts zunehmender nationalistischer Strömungen in einzelnen europäischen Ländern stellt sich die Frage nach der gemeinsamen Zukunft Europas in neuer Schärfe. Die Sommerschule greift diese Frage am Beispiel Mitteleuropas auf, indem sie das Problem von Identitätskonstruktion zu ihrem Thema macht. Sowohl auf individueller wie auch auf kollektiver Ebene gehen Identitätskonstruk­tionen mit einer Selbstvergewisserung einher. In vielfältigen Arbeitsformen (Vorträgen, Seminaren und Workshops) reflektieren die Teilnehmenden die Mechanismen derartiger Prozesse anhand der Faktoren Sprache, Kultur und Gender.

Identitäten sind flüssige Kategorien, die immer wieder neu ausgehandelt werden müssen. Auch diesen Aspekt macht die Sommerschule erfahrbar, deren Teilnehmer aus Deutschland, Polen und Tschechien anreisen. "Die Sommerschule ist also nicht nur ein Ort akademischer Reflexion, sondern auch der persönlichen Begegnung", so die Juniorprofessorin Dr. Anna ArtwiÅ„ska, eine der Organisatorinnen. Die Dozenten kommen aus Leipzig, Berlin, Breslau und Prag. Die Sommerschule setzt damit die langjährige enge und erfolgreiche Kooperation zwischen der Universität Leipzig, der Karlsuniversität Prag und der Universität Breslau fort.

Die Sommerschule steht unter der Schirmherrschaft von KateÅ™ina Valachová, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport der Tschechischen Republik. Am 19. September findet die feierliche Eröffnung im Alten Senatssaal der Universität Leipzig statt. Erwartet werden dazu Vertreter der Leitung der drei beteiligten Universitäten, der tschechische Botschafter und ein Vertreter der polnischen Botschaft. Wissenschaftliche Leiter sind Juniorprofessorin Dr. Anna ArtwiÅ„ska, PD Dr. Andreas Ohmen und Danuta Rytel-Schwarz.

Umrahmt wird das wissenschaftliche Programm durch Exkursionen, eine Filmvorführung sowie von Lesungen mit der polnischen Autorin Brygida Helbig und dem tschechischen Schriftsteller Jaroslav Rudiš. Auch diese Veranstaltungen werden Gelegenheit bieten, sich mit der Konstruktion von Identität in Mitteleuropa in Geschichte und Gegenwart auseinanderzusetzen. Die Sommerschule wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds finanziell unterstützt.

 
 
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