Finissage der Ausstellung »Die Bibliothek der unlesbaren Zeichen«

Die Ausstellung hatte die Architektur der Universitätsbibliothek seit Sommer die

Die Ausstellung hatte die Architektur der Universitätsbibliothek seit Sommer dieses Jahres mit zu komplexen Schreibspuren verdichtenden Zeichen bereichert. (Bild: Thomas Müller) Download-Version

Am 17. November 2017 geht die Ausstellung »Die Bibliothek der unlesbaren Zeichen« des Berliner Künstlers Axel Malik zu Ende. Da die Ausstellungsinstallation auf reges Interesse gestoßen ist und zahlreiche Diskussionen ausgelöst hat, möchten der Künstler und die Bibliothek die Ausstellung mit einer kleinen Finissage beschließen, die am 17. November 2017 ab 17 Uhr im unteren Foyer des Bibliotheksund Hörsaalgebäudes stattfinden wird.


»Bibliotheken sind in einer jahrtausendealten Tradition Orte, an denen Schriftträger - seien es Papyrusrollen, Tonscherben oder auf Pergament geschriebene und auf Papier gedruckte Bücher - ihr Zuhause haben. In der Weimarer Universitätsbibliothek hat Axel Malik den lesbaren Zeichen unserer Bücher mit ihrer besonderen Architektur seine ganz anderen Texte gegenübergesetzt. Mit Zeichen-Interventionen auf allen Ebenen der Bibliothek hat er ungewöhnliche und einzigartige Perspektiven auf Schrift, Schreiben und Lesen eröffnet«, resümiert der Direktor der Universitätsbibliothek, Dr. Frank Simon-Ritz, die Ausstellungsinstallation des Berliner Künstlers. Die Ausstellung hatte die Räumlichkeiten der Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar seit August dieses Jahres in Kooperation mit dem Kunstfest Weimar bereichert.

Zusammen mit Axel Malik möchte Dr. Simon-Ritz im Rahmen der Finissage in ein lockeres Gespräch darüber kommen, wie die Ausstellung auf die Bibliothek und den Bibliotheksbetrieb eingewirkt hat und wie umgekehrt die Räumlichkeiten der Bibliothek die Arbeiten des Künstlers beeinflusst haben. Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem Publikum sind dabei herzlich willkommen.

Die Ausstellung »Die Bibliothek der unlesbaren Zeichen« wurde am 20. August 2017 mit einer Vernissage im Audimax der Bauhaus-Universität Weimar eröffnet. Den Einführungsvortrag hielt der Berliner Kulturwissenschaftler und Philosoph Joseph Vogl. Dieser soll zudem von der Universität als einer der ersten Texte in der neuen Online-Publikationsreihe »Neue Bauhausvorträge« veröffentlicht werden.

Einen besonderen Akzent konnte die Weimarer Ausstellung dadurch setzen, dass Arbeiten Maliks nicht nur in der Universitätsbibliothek, sondern auch im Goetheund Schiller-Archiv (GSA) gezeigt wurden. Für diesen Teil der Ausstellung haben sich Axel Malik und Dr. Bernhard Fischer, Direktor des GSA, jüngst darauf verständigt, dass sie bis Ende April 2018 verlängert wird.


Zum Künstler Axel Malik:
Axel Malik schreibt seit 1989 Tag für Tag. Millionen von einzigartigen, sich zu komplexen Schreibspuren verdichtenden Zeichen dokumentieren ein Projekt, das Malik als »skripturale Methode« bezeichnet. Seine Schriftzeichen sind nicht Symbol, beruhen auf keinem Code. Sie bilden einen unlesbaren Text, der nichts zu bedeuten scheint. Bei näherer Betrachtung lässt sich jedoch eine differenzierte und präzise Struktur erkennen: zwischen Schrift und Malerei, nicht zu entschlüsseln - und gerade deshalb faszinierend und erstaunlich konkret.


Veranstaltungsdaten:
Axel Malik - »Die Bibliothek der unlesbaren Zeichen« Finissage
Freitag, 17. November 2017, 17 Uhr
Foyer der Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar
Steubenstraße 6, 99423 Weimar