Essanfälle verstehen

Essanfälle verstehen

Psychologisches Institut der Universität Freiburg sucht Teilnehmer für eine Studie

Das Psychologische Institut der Universität Freiburg sucht Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine neue Studie: Das Projekt „TESSA – Das Training zur Reduktion von Essanfällen“ will untersuchen, wie sich ein in der Forschung bisher weitgehend unbeachteter Mechanismus auf Essanfallstörungen auswirkt. Ziel ist es, auf Grundlage der Erkenntnisse ein neues Therapieangebot zu entwickeln. Für die Studie werden sowohl Personen mit als auch normalund übergewichtige Personen ohne Essanfallstörung gesucht. Die Probandinnen und Probanden sollten zwischen 18 und 69 Jahre alt sein und sich aktuell nicht in therapeutischer Behandlung befinden.
Bei einer Essanfallstörung handelt es sich um wiederholte Episoden von Essanfällen, in denen Menschen in einer kurzen Zeit eine sehr große Nahrungsmenge zu sich nehmen. Während der Essanfälle haben die Betroffenen das Gefühl, die Kontrolle darüber zu verlieren, was sie essen, wieviel sie essen oder wann sie damit aufhören. Ein Essanfall kann ohne vorheriges Hungergefühl auftreten und durch Ärger, Einsamkeit oder eine innere Leere ausgelöst werden. Er endet oft erst dann, wenn ein unangenehmes Völlegefühl erreicht ist. Mit einem speziell entwickelten Computertraining will das Team herausfinden, welche Rolle die so genannte Belohnungssensitivität für Nahrungsmittel bei Menschen mit und ohne eine Essanfallstörung hat und was passiert, wenn sie reduziert wird.
Die Studie umfasst elf Termine, davon werden die ersten zehn innerhalb von acht Wochen stattfinden. Neben diagnostischen Interviews absolvieren die Probanden leichte Aufgaben am Computer, wobei die Hirnströme und Blickbewegungen gemessen werden. Als Aufwandsentschädigung erhalten Teilnehmer mit einer Essanfallstörung 100 Euro sowie die Möglichkeit einer Anschlussbehandlung in der psychotherapeutischen Ambulanz der Universität Freiburg. Teilnehmer ohne Essanfallstörung erhalten 25 Euro.

„TESSA – Das Training zur Reduktion von Essanfällen“


 
 
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