Erneutes Lob für Onkologisches Zentrum der MHH

Gutachter sehen Steigerung in Organisationsund Leistungsstruktur des Claudia von Schilling-Zentrums / Weitere Organkrebszentren zertifiziert



Die hervorragende Arbeit des Claudia von Schilling-Zentrums für Universitäre Krebsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und das hohe Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist jetzt bei einem turnusgemäßen Überwachungs-Audit der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) deutlich geworden. ,,Das hohe Engagement für die Weiterentwicklung des Onkologischen Zentrums wurde von den Gutachtern herausgestellt und bestätigt uns, diesen Weg der Interdisziplinarität in der Onkologie zum Wohle der Patientinnen und Patienten auszubauen", betont MHH-Vizepräsident Dr. Andreas Tecklenburg, zuständig für das Ressort Krankenversorgung.

,,Onkologische Zentren, die von der Krebsgesellschaft auf ihre medizinische Qualität geprüft worden sind, garantieren krebserkrankten Menschen eine hochwertige und ganzheitlich ausgerichtete, individuelle Behandlung", sagt Professorin Dr. Franzke, Ärztliche Leiterin des Zentrums. Es vereint alle an Diagnostik, Therapie und Nachsorge beteiligten Kliniken und Institute, wobei sich die Behandlung unmittelbar an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientiert. Auf der Basis von höchster Versorgungsqualität werden krebserkrankten Menschen modernste medizinische Methoden angeboten, die in interdisziplinären Tumorkonferenzen von allen beteiligten Fachdisziplinen für jede Patientin und jeden Patienten abgestimmt werden.

Das Onkologische Zentrum der MHH wurde im November 2016 erstmals von den Experten der Deutschen Krebsgesellschaft begutachtet, im März vergangenen Jahres wurde der Name geändert: Seither heißt es nach einer Patientin Claudia von Schilling-Zentrum für Universitäre Krebsmedizin. Die Gutachter, die das interdisziplinäre Behandlungszentrum für krebserkrankte Menschen schon bei der Erstbegutachtung sehr positiv bewertet hatten, bescheinigten dem Zentrum, das es sich noch einmal ,,erheblich in seiner Organisationsund Leistungsstruktur steigern" konnte.

Die DKG-Gutachter würdigten in ihrer turnusgemäßen Begutachtung besonders die Versorgung in den Bereichen für Sportmedizin und Rehabilitation, die onkologische Fachpflege und Psychoonkologie, die Organisationsstruktur des Krebszentrums sowie das vielfältige Angebot an neuen, hoffnungsvollen Therapeutika in klinischen Studien. Dabei sahen die Experten die Zusammenarbeit mit dem Klinischen Forschungszentrum der MHH (CRC) als ,,Leuchtturmcharakter des Onkologischen Zentrums" an. Das Zertifikat der Fachgesellschaft gilt bis Mai 2020, dann muss das Zentrum rezertifiziert werden.

Im Rahmen des Onkologischen Zentrums werden nahezu alle Tumorerkrankungen in zertifizierten Versorgungsstrukturen behandelt und zwar jährlich mehr als 10.000 Behandlungsfälle - mit steigender Tendenz. Das Brustkrebszentrum der MHH und das Zentrum für gynäkologische Krebserkrankungen, geleitet von Peter Hillemanns, wurden als erste Organkrebszentren der MHH bereits in den Jahren 2006 und 2009 zertifiziert, gefolgt von dem Zentrum für Hautkrebserkrankungen (Leiter: Ralf Gutzmer) im Jahr 2015.

In diesem Jahr wurden erfolgreich begutachtet die neu gegründeten Organkrebszentren für Magenkrebs (Leiter: Dr. Nikos Emmanouilidis), Bauchspeicheldrüsenkrebs (Leiter: PD Dr. Moritz Kleine) und Prostatakrebs (Leiter: PD Dr. Florian Imkamp), sowie die Versorgung von Lungenkrebs (Leiter: PD Dr. Heiko Golpon), Darmkrebs (Leiter: Arndt Vogel / Frank Lehner), Harnblasenund Nierenkrebs (Leiter: PD Dr. Florian Imkamp).

Das einzige von der DKG zertifizierte Zentrum für Kopf-Hals-Tumore (Leiter: Thomas Lenarz / Nils-Claudius Gellrich) in der Region Hannover, und die einzigen DKG-zertifizierten Zentren in Niedersachsen für Leberkrebs (Leiter: Arndt Vogel) und Kinderonkologie (Leiter: Christian Kratz) stehen den Patientinnen und Patienten im Claudia von Schilling-Zentrum zur Verfügung.