Antrittsvorlesung: Lebensformen im Spiegel theologischer Ethik

    Christain Polke

Christain Polke

Christian Polke spricht am Mittwoch, 28. Juni, in der Aula am Wilhelmsplatz
(pug) Was macht eine Lebensform aus? Wie lässt sich Ethik im Zeitalter der Pluralität von Lebensformen verstehen? Welchen Beitrag können christlicher Glaube und theologische Ethik zur kritischen Reflexion von Lebensformen leisten? Diese Fragen stehen im Zentrum der Antrittsvorlesung „Lebensformen. Vom ‚Stoff‘ der Ethik“ von Christian Polke an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen. In seinem Vortrag bezieht sich der Theologe auf verschiedene Lebensformen, nicht nur Ehe und Familie, sondern auch den kapitalistisch strukturierten Arbeitsmarkt und vor allem die Schule als exemplarische Lebensform der Gesellschaft. Die öffentliche Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 28. Juni 2017, um 16.15 Uhr und findet in der Aula am Wilhelmsplatz 1 statt.
Christian Polke, 1980 in München geboren, studierte Theologie in Heidelberg, Berlin und Tübingen. 2008 wurde er in Heidelberg mit einer Untersuchung zur Politischen Ethik im neuzeitlichen Verfassungsstaat promoviert. Anschliessend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Systematische Theologie in Hamburg. Lehrund Forschungsaufenthalte führten ihn nach Schweden und Israel. 2015 habilitierte er sich in Hamburg mit einer Arbeit zum Problem der Personalität Gottes. Im Wintersemester 2015/2016 vertrat er den Lehrstuhl für Systematische Theologie/Ethik an der Universität Göttingen, auf dem er seit Oktober 2016 forscht und lehrt.
Seine Arbeitsgebiete sind neben grundlegenden Fragen der Sozialphilosophie und Sozialethik die Verbindungen und Konfliktlinien von Recht, Religion und Ethik. Dabei knüpft er an Forschungsfragen an, die von Wissenschaftlern an der Theologischen und Sozialwissenschaftlichen Fakultät sowie am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften gemeinsam bearbeitet werden. Einen weiteren Schwerpunkt wird er auf die Bildungsethik legen, insbesondere auf den Beitrag des Protestantismus als einer „Bildungsreligion“. Dabei geht der Theologe davon aus, dass die Schule als soziale und ethische Institution moderner Gesellschaften für die Relevanz und die Realisierung demokratischer Ideale und Einstellungen einen Beitrag leisten muss.

 
 
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