4,3 Millionen Euro für Gründungsförderung an den drei großen Berliner Universitäten

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und der Europäische Sozialfonds stellen 4,3 Millionen Euro für die Fortsetzung des erfolgreichen Berliner Startup Stipendiums bereit.

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und der Europäische Sozialfonds fördern das erfolgreiche Berliner Startup Stipendium an den drei großen Berliner Universitäten und der Charité mit weiteren 4,3 Millionen Euro. Im Rahmen des Programms ,,University Startup Factory" werden von April 2018 bis Ende 2019 Gründungsvorhaben mit technologiebasierten Geschäftsideen unterstützt. Das Programm besteht seit November 2016.

Um Mittel bewerben können sich Gründungsinteressierte, die ihre Prototypen weiterentwickeln und auf den Markt bringen wollen. Pro Team können zwei bis vier Stipendien im Umfang von je 2.000 Euro monatlich über eine Laufzeit von sechs Monaten vergeben werden; eine Verlängerung um sechs Monate ist möglich. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten müssen sich in Vollzeit ihrem Start-up widmen und ihren Wohnsitz in Berlin haben. Bis zu 64 Gründungsvorhaben sollen bis 2019 im Verbund der Berliner Universitäten durch das Programm beim Markteintritt unterstützt werden. Insgesamt sollen bis zu 192 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus den Projektmitteln gefördert, beraten und qualifiziert werden. Sie erhalten Zugang zu Büround Werkstatträumen, Geräten und Laboren auf dem Campus und profitieren vom Know-how wissenschaftlicher Mentorinnen und Mentoren. Geplant sind fünf Auswahlrunden. Bewerbungen für die erste Auswahlrunde können bis zum 30. April 2018 eingereicht werden.

Seit Mitte 2016 wurden im Rahmen des Programms bereits 63 Personen aus insgesamt 26 Teams mit einem Berliner Startup Stipendium gefördert. Ein Drittel der 63 Einzelstipendien ging an Gründerinnen. Zehn der geförderten Teams haben schon während oder kurz nach der Förderung durch das Berliner Startup Stipendium ein Unternehmen gegründet. Acht weitere Teams haben mithilfe ihrer Universität bereits eine Anschlussfinanzierung erhalten. Die Entscheidungen über drei weitere Anschlussfinanzierungen stehen noch aus. Die Erfahrungen aus dieser Pilotphase fließen nun in das Folgeprojekt ein: Das neue Konzept sieht vor, die Stipendiatinnen und Stipendiaten noch intensiver zu begleiten, etwa beim Aufbau von Kontakten zu Kapitalgebern und etablierten Unternehmen. Zudem wird ein universitätsübergreifendes Qualitätsmanagement für den Beratungsprozess eingeführt. Betreut werden die Gründungsteams zwar von der Gründungsförderung ihrer jeweiligen Hochschule, zusätzlich steht ihnen jedoch ein hochschulübergreifendes Netzwerk zur Verfügung, damit sie auch von speziellen Kompetenzen der anderen Universitäten profitieren können.