Zwischen Mathematik, Logik und Philosophie

Workshop zur Arbeit des Mathematikers Kurt Gödel am 27. Februar am Institut für Informatik der Freien Universität Berlin

Philosophische Ansichten des österreichischen Mathematikers Kurt Gödel (1906-1978) stehen im Zentrum eines Workshops am 27. Februar an der Freien Universität Berlin. Kurt Gödel gilt insbesondere aufgrund fundamentaler Beiträge zu den Grenzen der formalen Logik in der Mathematik als einer der einflussreichsten Logiker des 20. Jahrhunderts. Weniger bekannt sind seine Arbeiten an der Schnittstelle zu anderen Bereichen, beispielsweise der Philosophie und Physik. Organisiert wird die Veranstaltung vom Informatiker Christoph Benzmüller von der Freien Universität. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt und ist öffentlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Ziel des Workshops ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Forum zu bieten, um bislang ungeklärte Aspekte an der Schnittstelle von Mathematik, Physik und Philosophie in Kurt Gödels Werken zu diskutieren.

Noch immer sind viele Ideen des österreichischen Mathematikers Expertinnen und Experten zufolge nicht ausführlich erforscht und abschließend bewertet. Dies betrifft zum Beispiel Kurt Gödels sogenannte ,,Maximen Philosophie", seine metaphysische und theistische Ansichten sowie seinen Begriff von Kausalität. Zum Teil noch unerforscht ist zudem der Nachlass des Mathematikers. Im Rahmen aktueller Forschungsprojekte, die sich mit der Sichtung und Aufarbeitung von Kurt Gödels Nachlass befassen, konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem Gödels sogenannte Unvollständigkeitssätze neu einordnen.

Der Workshop wird gefördert vom Kurt-Gödel-Freundeskreis Berlin, dem Exzellenzcluster MATH+ der Freien Universität, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin, dem Institut für Informatik der Freien Universität sowie dem Fachbereich Mathematik und Informatik.