Zwei neue Sonderforschungsbereiche für die Universität Bonn



Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zur weiteren Stärkung der Spitzenforschung an der Universität Bonn und Partnerhochschulen zwei neue transregionale Sonderforschungsbereiche (SFB) ein. Dies beschloss der zuständige Bewilligungsausschuss in Bonn. Die neuen SFB werden ab dem 1. Juli 2019 zunächst vier Jahre lang gefördert.


Sonderforschungsbereiche ermöglichen die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben im Verbund und sollen damit der Schwerpunktund Strukturbildung an den antragstellenden Hochschulen dienen.

Im neuen SFB/Transregio ,,Aortenerkrankungen" arbeiten Grundlagenund klinische Forscherinnen und Forscher daran, das lückenhafte Verständnis fundamentaler Prinzipien in der Pathogenese von aortalen Erkrankungen zu erweitern. Dies soll einen Beitrag zur gezielten Entwicklung neuer präventiver und therapeutischer Ansätze leisten. (Universität Bonn, Sprecher ist Georg Nickenig, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Bonn. Beteiligt sind die Universität Düsseldorf und die Universität zu Köln.)

Mit Antibiotikaresistenzen und eine dadurch abnehmende Zahl von verfügbaren Antibiotika beschäftigt sich der zweite neue Forscherverbund. Sie sind ein zunehmendes Problem für die Behandlung von Infektionskrankheiten. Hinzu kommt, dass die Wirkung eines Antibiotikums auf eine Zielzelle viel umfassender zu sein scheint, als bisher angenommen. Der SFB/Transregio ,,Zelluläre Mechanismen der Antibiotikawirkung und -produktion" will deshalb die biochemischen Produktionsund Wirkungsmechanismen von Antibiotika weitergehend untersuchen. Langfristig soll damit ein Beitrag zur Entwicklung neuer Antibiotika geleistet werden. Die Universität Tübingen hat die Sprecherrolle des SFB, ebenfalls antragstellend ist die Universität Bonn.