Zu Ehren einer Berliner Kinolegende

  • Mitarbeiter/-innen
  • Studienbewerber/-innen
  • Studierende und Promovierende
  • Wissenschaftler/-innen
  • Alumni und Fördernde

Gedenkfeier zum 20. Todestag von Gerhard Klein, langjähriger Leiter des Kinos Capitol Dahlem, am 14. November 2019

Anlässlich des 20. Todestages von Gerhard Klein, ehemaliger Direktor des Kinos ,,Capitol Dahlem", findet am 14. November eine Gedenkfeier statt. Dreißig Jahre lang prägte er mit einem anspruchsvollen Filmprogramm das Kulturleben in Berlin und baute das ,,Capitol" zu einem stadtbekannten Filmkunstforum auf. Die Feierstunde in den Räumen des Kinos wird in Zusammenarbeit mit dem Aktiven Museum sowie dem Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin veranstaltet. Die Geschichtswissenschaftlerin Gertrud Pickhan (Freie Universität), die Kunsthistorikerin Dr. Christine Fischer-Defoy (Aktives Museum e. V.) sowie die beiden Töchter von Gerhard Klein - Madeleine Budde und Jacqueline Hopp - erinnern an die spannende Biografie des Kinoleiters und die Geschichte des ,,Capitols". Im Rahmen des Festes wird eine Gedenktafel zu Ehren Gerhard Kleins enthüllt. Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Gerhard Klein (1920-1999) entstammte einer jüdischen Familie mit polnischen Wurzeln. Als theaterbegeistertes Kind spielte er in den 1930er Jahren den ,,Professor" in der Bühnenfassung von Erich Kästners ,,Emil und die Detektive" und wirkte im Film ,,Dann schon lieber Lebertran" von Max Ophüls mit. Von 1933 an durfte er nur noch im ,,Jüdischen Kulturbund" auftreten - aufgrund der antisemitischen Gesetzgebung nach der Machtübergabe an Adolf Hitler. Die Situation verschärfte sich. Fünf Jahre später, im Oktober 1938, verhafteten Nationalsozialisten im Rahmen der sogenannten ,,Polenaktion" rund 17.000 jüdische Menschen mit polnischer Staatsbürgerschaft und schoben sie in das Nachbarland ab. Auch Gerhard Klein wurde zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder verschleppt und in den polnischen Grenzort Zb’szy? gebracht. Ein halbes Jahr später gelang ihm von dort aus die Flucht nach Palästina, wo er 1944 ein Theater in Tel Aviv gründete. Nach dem Krieg kehrte Gerhard Klein 1952 nach Berlin zurück und übernahm schließlich von 1956 bis 1986 die Leitung des ,,Capitols Dahlem". Mit seiner vielfach ausgezeichneten, außergewöhnlichen Programmgestaltung machte er das Filmtheater zu einem legendären Kino im Westen der geteilten Stadt.

Der eingebettete Frame kann nicht dargestellt werden<a width="100" height="500" data-widget- >Tweets by @FU_Berlin</a> <script>!function(d,s,id){var js,fjs=d.getElementsByTagName(s)[0],p=/^http:/.test(d.location)?'http':'https';if(!d.getElementById(id)){js=d.createElement(s);js.id=id;js.src=p+"://platform.twitter.com/widgets.js";fjs.parentNode.insertBefore(js,fjs);}}(document,"script","twitter-wjs");</script>


This site uses cookies and analysis tools to improve the usability of the site. More information. |