Wissenschaft mit Unternehmergeist

Wissenschaft mit Unternehmergeist

Wissenschaft mit Unternehmergeist

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Die Universität Freiburg gewinnt 1,1 Millionen Euro beim bundesweiten Wettbewerb ,,Gründerhochschule Deutschland"

Mehr Unternehmergeist an deutschen Hochschulen: Das fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit dem Wettbewerb „EXIST-Gründungskultur – Die Gründerhochschule“. Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg hat die 12-köpfige Jury überzeugt: Sie gehört zu den zwölf Hochschulen, deren Strategiekonzept das BMWi fördern wird. Ziel ist es, eine ganzheitliche Strategie zu Gründungskultur und Unternehmergeist herauszubilden. „An unserer Universität forschen, lehren und studieren Menschen mit hervorragendem Potenzial“, sagt Rektor h.c. Hans-Jochen Schiewer, der mit den Projektverantwortlichen das Freiburger Konzept der Jury in Berlin präsentiert hat. „Ich freue mich sehr, dass wir ihnen dabei helfen können, ihre Idee von einer eigenen Firma erfolgreich in die Tat umzusetzen und somit dazu beitragen, den Unternehmergeist der Zukunft mitzugestalten.“

Wie erstellt man einen Businessplan? Welche finanziellen Fördermöglichkeiten gibt es für Gründerinnen und Gründer? Können sie für ihr neues Unternehmen universitäre Ressourcen wie Räume oder Geräte nutzen? Das Team des Gründerbüros der Universität Freiburg berät Interessierte in allen Fragen der Existenzgründung. Die Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stammt aus etwa 350 Vorhaben mit mehr als 100 gegründeten Firmen. Das mit 1,1 Millionen Euro geförderte Strategiekonzept der Albert-Ludwigs-Universität will diesen Unternehmergeist weiter unterstützen.
Mehr als 60 Universitätsangehörige aus Wissenschaft, Lehre und Verwaltung sowie Netzwerkpartnerinnen und -partner erarbeiteten gemeinsam den Wettbewerbsantrag, der zeigt, wie Gründungskultur an der gesamten Universität etabliert werden könnte. „Eine Gründungskultur kann nicht über institutionelle Strukturen gelebt werden, sondern muss sich vor allem in den Köpfen verankern“, meinen Dorothea Bergmann und Thomas Maier, die beiden Leiter des Gründungsbüros.

Das Ergebnis ist das „Freiburger Gründungs-ABC“, das auf drei Säulen basiert: „A“ wie Ausbildung in der Gründungs-Akademie, „B“ wie Beratung und Begleitung im Gründungs-Büro und „C“ wie Coaching im Science Support Center. Die drei Säulen liegen in der Verantwortung der drei Prorektoren: die strategischen Felder Forschung und Lehre bei den hauptamtlichen Prorektoren Gunther Neuhaus und Heiner Schanz, die operative Säule des Technologietransfers beim nebenamtlichen Prorektor Jürgen Rühe. Die Gründungs-Akademie stellt ein breites zielgruppenspezifisches Lehrund Weiterbildungsangebot bereit. Interessierte können in neuen Modulen Gründungs-Knowhow erwerben und erhalten ein Entrepreneurship-Zertifikat und Diplom. Das Gründungs-Büro organisiert neue Netzwerke, die dabei helfen, Gründungen zu professionalisieren und ihre Wachstumschancen zu erhöhen: Ein regionales Business-Angels-Netzwerk erleichtert den Zugang zu Kapital, neue Mentorinnen und Mentoren verschaffen Branchenund Marktzugang. Im Transfer-Coaching werden schon früh gemeinsam mit Forschenden die Verwertungsperspektiven ihrer Ergebnisse ausgelotet. Als Anreiz für herausragende Lehre schreibt die Universität außerdem den Preis „Entrepreneurship“ für Dozierende aus.

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