Wie funktioniert Wissenschaft?

An der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) wurde heute das Robert-K.-Merton-Zentrum für Wissenschaftsforschung eröffnet. Es bietet einen Ort zum Austausch und zur Kooperation für Forschende, die sich aus ihren jeweiligen Perspektiven mit dem Funktionieren von Wissenschaft auseinandersetzen. Dazu gehören insbesondere die Science and Technology Studies, die Wissenschaftssoziologie, die Bibliotheksund Informationswissenschaft, die Hochschulforschung, die Wissenschaftsgeschichte sowie Meta-Research, also Forschung über das System Wissenschaft.

An der HU und im Berliner Forschungsraum ist entsprechende Expertise über verschiedenste Fächer und Institutionen bislang verteilt. Die Vielfältigkeit der Berliner Forschungslandschaft mit ihren Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitären Forschungsinstituten, Museen, Sammlungen und deren Kooperationen mit Industrie, Politik und Zivilgesellschaft bietet zudem vielfältige Möglichkeiten, relevante Fragen empirisch zu beforschen.

Der Vizepräsident der HU, Peter Frensch, sprach zur Eröffnungskonferenz ,,Quality and Truth - Quo vadis Science?" Tieranatomischen Theater das Grußwort.

Das RMZ ist als interdisziplinäres Zentrum an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt.

Robert King Merton (1910 bis 2003) war ein US-amerikanischer Soziologe. Bekannt geworden ist Merton für seine Position, dass der Soziologie zur Entwicklung von Großtheorien die empirische Grundlage fehle. Dementsprechend plädierte er dafür, sich auf Theorien mittlerer Reichweite zu konzentrieren, bei denen die Theoriegenerierung mit einer empirischen Fundierung verknüpft werden kann. Merton prägte unter anderem die Begriffe ,selbsterfüllende Prophezeiung? und `Rollenmodell?


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