Werden Sie Pflanzenpate im Botanischen Garten!

WWU-Rektor    Johannes Wessels (r.) überreichte die ersten Patenschaftsurkunden

WWU-Rektor Johannes Wessels (r.) überreichte die ersten Patenschaftsurkunden an Siggi Spiegelburg (v.l.n.r.), Georg Krimphove und Bernadette Spinnen. © WWU - Thomas Mohn

Moorlilien, Taschentuchbäume und Mammutblätter sind nur drei der mehr als 8.000 Pflanzenarten, die es im Botanischen Garten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) zu entdecken gilt. Von dieser Möglichkeit machen schon heute Zehntausende Besucherinnen und Besuch Gebrauch - der Botanische Garten zählt mit jährlich rund 200.000 Gästen zu den beliebtesten münsterschen Ausflugszielen.

Ab jetzt können alle Pflanzenfreunde ihre Verbindung mit dem Garten noch mehr zum Ausdruck bringen, indem sie sich ihrer Lieblingspflanze als Pate annehmen. Die ersten Münsteraner haben bereits "zugeschlagen" und sich ihre Pflanzen gesichert: Designerin Siggi Spiegelburg besucht ab sofort beim Sonntagsspaziergang "ihre" Prinzessinnenblume, die Leiterin von "Münster Marketing", Bernadette Spinnen, hofft auf gutes Gedeihen der Wildblumenwiese - Bäckermeister Georg Krimphove hat sich standesgemäß den Kuchenbaum gesichert, der im Herbst einen eindeutigen Lebkuchenduft verbreitet.

Die Mitarbeiter des Botanischen Gartens freuen sich auf viele weitere engagierte Paten - die Shoppingliste der exotischen und heimischen, großen und kleinen Pflanzen ist lang. Jede Patenschaft bleibt individuell und exklusiv, denn „jede Pflanze wird nur einmal ,verpatet‘“, wie Anja Najda von der Universitätsförderung betont. Die Preise für die Patenschaften gehen von 50 bis 5.000 Euro im Jahr. Jeder Pate erhält eine Urkunde, ein persönliches Schild an der Pflanze und eine Einladung zum Paten-Tag, der einmal im Jahr alle Unterstützer im Botanischen Garten zusammenbringen soll.

Auch WWU-Rektor Johannes Wessels hofft darauf, dass seine ausgewählte Patenpflanze behutsam gehegt und gepflegt wird, schließlich trägt die Explodiergurke schon eine gewisse Geladenheit im Namen. Das aus Zentralund Südamerika stammende Gewächs befindet sich wie die anderen rund 8.000 Pflanzen an einem für Johannes Wessels ganz besonderen Ort: „Im Botanischen Garten wird gelehrt und geforscht, und zugleich ist er ein wichtiger Ort des Wissens-Transfers“, betont der Rektor. Allen Studierenden, Lehrenden und der öffentlichkeit solle dort zugänglich gemacht werden, woran die Wissenschaftler an der Universität forschen und warum die Forschung wichtig ist. „Der Botanische Garten ist nicht nur eines der am häufigsten frequentierten Museen der Stadt, sondern auch ein wichtiger Ort für das außerschulische Lernen“, unterstreicht Johannes Wessels.

Kai Müller, Gartendirektor des Botanischen Gartens, freut sich, dass er und seine Kollegen mit der finanziellen Unterstützung durch die Patenschaften Projekte starten können, die über die reine Erhaltung des Gartens - gedeckt über die Grundfinanzierung - hinausgehen. Zu den vielen Ideen und Plänen gehört unter anderem, die zentrale wissenschaftliche Sammlung der öffentlichkeit zugänglich zu machen, ein neues Haus für fleischfressende Pflanzen zu errichten und den Pflanzenbereich der Farne zu überarbeiten.

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