Welt der Archäologie - Archäologie der Welt

Öffentliche Veranstaltungsreihe der Freien Universität im Sommersemester 2019 über neue Ansätze und Perspektiven der archäologischen Forschung / Beginn am 11. April 2019

Die Erfindung der Hose in der eurasischen Steppe, innerafrikanische Kontakte im Altertum oder die materiellen Hinterlassenschaften der Zeitgeschichte - Archäologinnen und Archäologen befassen sich heute mit einer Vielzahl von Themen, Weltregionen und Objekten. In der Vorlesungsreihe ,,Welt der Archäologie - Archäologie der Welt" - im Sommersemester 2019 jeweils Donnerstag von 18.00 bis 20.00 Uhr an der Freien Universität Berlin - werden neue Ansätze und Perspektiven auf das Fach vorgestellt. Dabei geht es nicht allein um neue Forschungsfelder, auch die Vermittlung von Grabungsergebnissen in Medien und Museen und der Umgang mit dem Kulturerbe - etwa in Kriegsund Krisensituation - ist ein Thema der Ringvorlesung des Exzellenzclusters Topoi der Freien Universität und der Humboldt-Universität zu Berlin und des Berliner Antike-Kollegs im Rahmen des Offenen Hörsaals. Die Eröffnungsvorlesung am 11. April 2019 bildet zugleich den Auftakt der neuen Reihe der ,,Max-Ebert-Vorlesungen", die künftig in jedem Semester an den herausragenden Vertreter der Prähistorischen Archäologie in Berlin Max Ebert (1879-1929) erinnern soll.

Das Programm der Reihe zeigt so die Fülle und Qualität der in Berlin an den Universitäten wie an den außeruniversitären Forschungseinrichtungen vertretenen Altertumswissenschaften, die die neuen oftmals fächerübergreifenden Fragestellungen überhaupt erst ermöglichen. Dazu zählen etwa die Erforschung von Migrationsbewegungen, die Veränderung von Landschaften oder die Ausbreitung von Innovationen. Expertinnen und Experten von anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland und weltweit ergänzen das Spektrum umfassenden Reihe, so die Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts, Dr. h.c. Friederike Fless, und der Archäologe und Kunsthistoriker Francesco de Angelis von der New Yorker Columbia University. Ebenfalls zu Wort kommen Siebo Heinken, der als Chefredakteur von National Geographic Deutschland über die Aufbereitung von archäologischer Forschung in den Medien sprechen wird, sowie Dr. Sabine Wolfram, Direktorin des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz zum Thema zeitgemäße museale Präsentation von Objekten. Die erste Max-Ebert-Vorlesung hält Carola Metzner-Nebelsick von der LMU München. Sie wird sich in ihrem Vortrag auch mit dem Werk des Prähistorikers, der von 1927 bis 1929 an der Berliner Universität lehrte und forschte und dabei die Internationalisierung der Forschung vorantrieb, auseinandersetzen.

Die Veranstaltungsreihe wurde Michael Meyer, Professor für Prähistorische Archäologie und Sprecher des Exzellenzclusters Topoi, Monika Trümper, Professorin für Klassische Archäologie an der Freien Universität Berlin und Hauke Ziemssen, promovierter Klassischer Archäologe und Geschäftsführer des Exzellenzclusters Topoi konzipiert.

Das Veranstaltungsprogramm ,,Offener Hörsaal" der Freien Universität umfasst zwei weitere Themenschwerpunkte im Sommersemester 2019: FARBEN. Literatur - Kunst - Wissen und Der Atomkonflikt in Deutschland - bis in alle Ewigkeit? . Die Vorträge richten sich nicht nur an Studierende, der Hörsaal steht allen Interessierten offen.

Zeit und Ort

  • Donnerstags, 18.00 bis 20.00 Uhr, Beginn 11. April 2019
  • Ort: Freie Universität Berlin, Gebäudekomplex Rostund Silberlaube, Hörsaal 1 b, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin.
    (U3 Dahlem-Dorf oder Freie Universität Berlin / Thielplatz, Bus 110, M11, X83)

Programm

  • 11. April 2019
    Max Ebert als Begründer einer transnationalen Prähistorischen Archäologie an der Berliner Universität - Der Goldhort von Dalj revisited (1. Max-Ebert-Vorlesung)

    Carola Metzner-Nebelsick (Ludwig-Maximilians-Universität München)
  • 25. April 2019
    Die Erfindung der Hose. Neue Kleiderordnung am Ende der Bronzezeit in Zentralund Ostasien

    Mayke Wagner (Deutsches Archäologisches Institut, Berlin)
  • 2. Mai 2019
    Archäologie der Moderne: Erörtert am Beispiel der Wünsdorfer Moschee aus dem Ersten Weltkrieg

    Reinhard Bernbeck (Freie Universität Berlin)
  • 9. Mai 2019
    Innerafrikanische Kontakte - Das äthiopische Hochland im 2. und frühen 1. Jahrtausend v. Chr.

    Dr. Iris Gerlach (Deutsches Archäologisches Institut, Berlin), PD Dr. Dietrich Raue (Ägyptisches Museum - Georg Steindorff der Universität Leipzig), Brigitta Schütt (Freie Universität Berlin)
  • 16. Mai 2019
    Von der Höhle zum Palast: Siedlungsund Landschaftsarchäologie in Mittelund Südamerika

    Dr. Markus Reindel (Deutsches Archäologisches Institut, Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen, Bonn)
  • 23. Mai 2019
    Altgrabungen und Archive als Wissensspeicher für die zeitgenössische Archäologie: Beispiele aus Heiligtümern auf Zypern

    Stephan G. Schmid (Humboldt-Universität zu Berlin)
  • 6. Juni 2019
    Das unbekannte Unbekannte in archäologischen Daten - Reflexionen zu Archäologie und IT

    Reinhard Förtsch (Deutsches Archäologisches Institut, Berlin)
  • 13. Juni 2019
    Der Untergang der Kelten. Oder: Wie man Archäologie spannend aufbereiten kann

    Siebo Heinken (National Geographic Deutschland, Hamburg)
  • 20. Juni 2019
    Zwischen Landschaft und Labor. Aktuelle Forschung zum Siedeln in der osteuropäischen Steppe während der Bronzezeit
    Elke Kaiser (Freie Universität Berlin)
  • 27. Juni 2019
    Zwischen Leichtigkeit und Balance: etruskische Weihrauchständer und griechische Ponderation

    Francesco de Angelis (Columbia University, New York)
  • 4. Juli 2019
    Das kulturelle Erbe in der Krise? Neue Wege des Schutzes, Erhaltes und der Vermittlung antiker Denkmäler
    Dr. h.c. Friederike Fless (Deutsches Archäologisches Institut, Berlin; Freie Universität Berlin)
  • 11. Juli 2019
    Was macht archäologische Museen attraktiv für Besucher?
    Dr. Sabine Wolfram (Staatliches Museum für Archäologie, Chemnitz)

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