Wanderausstellung zur "Antiken-Hehlerei" macht Station in Münster

Cover des Ausstellungsflyers 
		 © WWU - Badisches Landesmuseum

Cover des Ausstellungsflyers © WWU - Badisches Landesmuseum

Eine Ausstellung über Raubgrabungen, illegalen Handel und Plünderungen archäologischen Kulturguts in aller Welt macht ab kommender Woche Station an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Die griechisch-deutsche Wanderausstellung "STOLEN PAST - LOST FUTURE" ("Gestohlene Vergangenheit - verlorene Zukunft") ist nach Heidelberg und Karlsruhe nun bis Sonntag, 4. August, in Münsters Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, zu sehen. In dessen Foyer wird sie am Montag, 17. Juni, um 17 Uhr von WWU-Vertretern sowie den Ausstellungsmachern aus Deutschland (Badisches Landesmuseum Karlsruhe) und Griechenland eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Die Schau widmet sich dem gemeinsamen europäischen Engagement gegen Plünderung, Raubgrabungen und den illegalen Handel von Antiken. Die gegenwärtige Situation im Nahen Osten rückt das Thema zunehmend ins öffentliche Bewusstsein. Die "Antiken-Hehlerei" ist weltweit mit dem Drogen-, Waffenund Menschenhandel eines der einträglichsten kriminellen Geschäftsfelder, wenn auch keine exakten Angaben über das Ausmaß möglich sind.

Die Ausstellung zeigt anhand von Fallbeispielen die illegalen Wege der geraubten Objekte - und wie der illegale Handel mit Antiken durch gemeinsame europäische Anstrengungen verhindert werden kann. Gerade in Zeiten zunehmender Nationalisierung und Profitgier sowie einem sinkenden Sozialgefühl ist das Bewusstsein um die gemeinsame Vergangenheit sowie für den drohenden Verlust des Weltkulturerbes umso wichtiger.

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