Vortrag und Filmvorführung: ,,Sprache und Sprachen - zu den Babylonischen Verwirrungen im Sprachkonzept der Filmtheorie"

Vortrag der Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch am 20. Mai 2019 im Kino Arsenal mit anschließender Filmvorführung / Kooperation mit der Kolleg-Forschungsgruppe ,,Cinepoetics - Poetologien audiovisueller Bilder" der Freien Universität Berlin

Bedeutungen von Sprache in der Filmtheorie stehen am 20. Mai 2019 im Zentrum eines Vortrags der renommierten Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch von der Freien Universität im Berliner Kino Arsenal. In ihrem Vortrag mit dem Titel ,,Sprache und Sprachen - zu den Babylonischen Verwirrungen im Sprachkonzept der Filmtheorie" befasst sie sich mit dem Verhältnis der Filmtheorie zur Sprache: Ist der Film als ein audiovisuelles Medium nicht-sprachlich, vor-sprachlich oder eine ganz eigene Sprache? Und welche Bedeutung hat die filmische Darstellung sprechender und nicht-sprechender Charaktere für die Filmtheorie, etwa in den theoretischen Arbeiten des französischen Philosophen Edgar Morin? Im Anschluss an den Vortrag wird der schweizerisch-französische Film Adieu au langage (2014) von Jean-Luc Godard gezeigt sowie der französische Film C hronique d’un été (1961) von Edgar Morin und Jean Rouch. Der Vortrag ist öffentlich, der Eintritt frei. Für die Filme gelten die üblichen Eintrittspreise des Kino Arsenal. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Cinepoetics Lectures der Kolleg-Forschungsgruppe ,,Cinepoetics -Poetologien audiovisueller Bilder" der Freien Universität Berlin und der Filmuniversität KONRAD WOLF, die in Kooperation mit dem Kino Arsenal ausgerichtet wird.

Gertrud Koch ist Professorin am Seminar für Filmwissenschaft der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die ästhetische Theorie, Filmund Bildtheorie sowie feministische Filmtheorie. Zudem beschäftigt sie sich mit Fragen der politischen und historischen Repräsentation. Zu ihren zahlreichen Publikationen zählen die Bücher ,,Die Wiederkehr der Illusion. Der Film und die Kunst der Gegenwart" (2016) sowie ,,Breaking Bad, Breaking Out, Breaking Even" (2015).

Im Rahmen der Cinepoetics Lectures werden renommierte Filmund Medienwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler eingeladen, einen ausgewählten Film zu präsentieren und in einen thematischen Kontext zu setzen. Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Kolleg-Forschungsgruppe ,,Cinepoetics - Poetologien audiovisueller Bilder" hat im Oktober 2015 ihre Arbeit aufgenommen; sie ist eine Einrichtung der Freien Universität Berlin in Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich mit der These, filmische Bilder seien als Akteure im Diskurs audiovisueller Bilder zu verstehen, die beständig Formen menschlichen Wahrnehmens, Fühlens und Denkens veränderten beziehungsweise als neue Formen des Denkens aufträten.

Zeit und Ort

  • Montag, 20. Mai 2019
  • Vortrag von 18.00 bis 19.30 Uhr
  • Filmvorführung Adieu au Langage (französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln) um 20.00 Uhr und Chronique d’un Été (französische Originalfassung mit englischen Untertiteln) um 21.30 Uhr
  • Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin