Vortrag über das Schicksal jüdischer Studierender im Nationalsozialismus: öffentlicher Vortrag am 7. Oktober im Fürstenberghaus

Porträtfoto von Erich Kahn© Privatbesitz David Kahn, Wyckoff, New Jersey, USA

Porträtfoto von Erich Kahn © Privatbesitz David Kahn, Wyckoff, New Jersey, USA

Henriette Son, Rolf Bischofswerder und Erich Kahn waren hoffnungsvoll in das Jahr 1933 gestartet. Sie genossen ihr Studentenleben und vertrauten in ihre Zukunft als Arzt beziehungsweise Zahnärztin. Wie sich die Hoffnungen der drei jüdischen Studierenden nach und nach zerschlugen, das haben Angelika Pries, Bernd Hammerschmidt und Otto Gertzen in dem bürgerwissenschaftlichen Projekt "flurgespräche" erforscht. In einem öffentlichen Vortrag stellen die drei Teilnehmer des Angebots "Studium im Alter" der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster die verzweifelte Situation jüdischer Studierender im Nationalsozialismus vor. Die Veranstaltung mit dem Titel "Es ist mit einem Schlag alles so restlos vernichtet" findet am 7. Oktober (Donnerstag) ab 18 Uhr im Hörsaal F1 im Fürstenberghaus statt (Domplatz 20-22). Es gilt die 3G-Regel. Eine Anmeldung per E-Mail unter 2021jimsl@uni-muenster.de ist erforderlich.

Die Referenten berichten über die damaligen Vorkommnisse innerhalb der Medizinischen Fakultät, von Schwierigkeiten und Unmöglichkeiten, das Studium abzuschließen, und von Rolf Bischofswerders Ermordung durch die Nazis. Der Vortrag widmet sich damit dem dunkelsten Kapitel der 1700-jährigen jüdischen Geschichte in Deutschland.

Zum Hintergrund

Die Webseite www.uni-muenster.de/2021jimsl bündelt Veranstaltungen und Informationen über vielfältige Projekte und Institutionen der WWU und der Kooperationspartner rund um jüdisches Leben im Münsterland. Wer sich selbst wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigt, ist eingeladen, sein Projekt oder passende Termine dort einzureichen. Das Portal ist Teil des bundesweiten Festjahres "#2021JLID" (1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland) unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

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