Vortrag über die frühchristliche Kultur entlang der Seidenstraßen

Der diesjährige Winkelmann-Vortag befasst sich mit Bau- und Bildwerken des früheDer diesjährige Winkelmann-Vortag befasst sich mit Bau- und Bildwerken des frühen Christentums entlang der Seidenstraßen. © Ute Verstegen

Ute Verstegen hält am 7. Dezember den öffentlichen Winckelmann-Vortrag

Die materielle Kultur des frühen Christentums entlang der Seidenstraßen ist das Thema des öffentlichen Winckelmann-Vortrags an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster. Nach zweijähriger coronabedingter Pause spricht Ute Verstegen von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg auf Einladung des Instituts für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie über die christliche Archäologie aus der Perspektive der Globalgeschichte. Die Abendveranstaltung beginnt am 7. Dezember (Mittwoch) um 20.15 Uhr im Fürstenberghaus (Hörsaal F 5, Domplatz 20-22). Interessierte sind willkommen, der Eintritt ist frei.

Ute Verstegen nimmt die frühchristliche materielle Kultur in den Blick, die sich außerhalb der Grenzen des Römischen Reiches entwickelte. Bereits im zoroastrisch geprägten Sasanidenreich - dem ewigen Rivalen Roms an dessen Ostgrenze - gehörten Teile der Bevölkerung christlichen Religionsgruppen an. Die Ausdehnung christlicher Kultur weiter nach Osten und Südosten wurde durch den Handel an den Seidenstraßen begünstigt. Bei näherer Betrachtung finden sich sowohl entlang der Handelswege durch Vorderund Zentralasien als auch entlang der maritimen Routen vom Mittelmeer nach Ostasien Zeugnisse einer christlichen Präsenz. Der Vortrag zeigt länger bekannte und erst jüngst ausgegrabene Bauund Bildwerke des frühen Christentums an den Seidenstraßen aus dem 3. bis 9. Jahrhundert.

Mit den Winckelmann-Vorträgen erinnert das Institut für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie seit vielen Jahren an die Person und das Werk des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckelmann (1717-1768). Seine Forschungen prägten nicht nur Literatur, Architektur und Kunst seiner Zeit, sondern auch das europäische Bild von der Antike.