Von der Digitalisierung der Gesundheitsämter bis zur Architektur mit Pilzen

Im Wintersemester starten 40 Projekte für Studierende im Rahmen der Berlin University Alliance, die Forschung und Lehre verbinden - Gemeinsame Pressemitteilung von Freier Universität, Humboldt-Universität, Technischer Universität Berlin und Charité

Insgesamt 40 Forschungsprojekte werden im Wintersemester 2021/2022 im Rahmen des Student Research Opportunities Programx (StuROPx) der Berlin University Alliance (BUA) angeboten. In studentisch initiierten und angeleiteten Forschungstutorien arbeiten Studierende weitestgehend eigenständig an selbstgewählten Forschungsfragen. In Forschungsgruppen werden sie in aktuelle wissenschaftliche Projekte eingebunden. Teilnehmen an diesen X-Tutorials und X-Student Research Groups können alle Studierenden der Verbundpartnerinnen - Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin und Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Nach einer erfolgreichen Pilotphase gehen die X-Tutorials und X-Student Research Groups in die zweite Runde. Acht X-Tutorials aus dem Sommersemester 2021 werden fortgeführt, acht neue Projekte werden ab dem Wintersemester erstmalig angeboten. Zudem bieten im Wintersemester 24 Nachwuchsforschende X-Student Research Groups an, in denen Studierende an aktuellen Forschungsprojekte mitforschen können. Die Projekte spiegeln die vielfältige Forschungslandschaft der Verbundpartnerinnen wider und zeigen das große Forschungsinteresse und die Kreativität der Studierenden.

Im vergangenen Sommersemester haben rund 200 Studierende dieses neue Lehrangebot wahrgenommen. Fast die Hälfte von ihnen hat die Möglichkeit genutzt, an Projekten an einer der anderen Partnerinnen im Verbund mitzuarbeiten. Die im kommenden Wintersemester angebotenen Projekte wurden aus einer Vielzahl von Anträgen von einem interdisziplinären Gremium bewertet und vom Steering Committe des Schwerpunktbereichs Teaching and Learning der BUA zur Förderung ausgewählt.

iur. Eva Inés Obergfell, Vizepräsidentin für Lehre und Studium der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Sprecherin des Steering Committee Teaching and Learning, freut sich über die einrichtungsübergreifende Teilnahme an den Formaten: ,,Die im Juli beschlossene ,Rahmenvereinbarung Lehre’ der Berlin University Alliance ermöglicht Studierenden einen breiten Zugang zu Lehrveranstaltungen aller vier Verbundpartnerinnen im Bereich des Forschenden Lernens. Die ausgesprochen gute Resonanz auf unseren StuROPx-Call und die rege Teilnahme an den StuROPx-Formaten in der Pilotphase zeigen, dass wir bei den Studierenden offenbar einen Nerv treffen und die Bereitschaft groß ist, selbst an wissenschaftlichen Projekten im Berliner Forschungsraum mitzuwirken."

Verzahnung von Forschung und gesellschaftlichen Herausforderungen

In ihren Forschungsprojekten verzahnen Studierende häufig Studieninhalte mit Fragen zu dringenden gesellschaftlichen Problemstellungen: Beispielsweise nimmt das X-Tutorial von Nina Schlömer und Laura Welczeck, dass am Institut für Betriebswirtschaftslehre der Freien Universität Berlin angeboten wird, die Digitalisierung der Gesundheitsämter in den Blick -durch die Corona-Pandemie ist hier dringender Handlungsbedarf entstanden. Das von Martin Gersch fachlich beratene Projekt untersucht den digitalen Transformationsprozess und damit verknüpfte Spannungen.

Im Rahmen der X-Student Research Groups werden Studierende in aktuelle Forschungsfragen eingebunden. Anknüpfend an das Forschungsprojekt ,,MY-CO BUILD" (Futurium), das pilzbasierte Verbundstoffe als alternative und nachhaltige Baumaterialien untersucht, erweitert Gudrun Rauwolf, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Berlin, gemeinsam mit dem studentischen Forschungsteam das Vorhaben um eine architekturpsychologische Perspektive: Die X-Student Research Group am Institut für Architekturtheorie untersucht, wie Nutzerinnen und Nutzer diese neue und nachhaltige Bauweise erleben, etwa in Bezug auf sensorische Eigenschaften, wie visuelle, haptische, olfaktorische oder thermische Qualität.

Studierende der vier Verbundpartnerinnen des Exzellenzverbunds können sich für alle Angebote im Programm anmelden. Eine Übersicht und Kurzbeschreibung der geförderten Projekte sowie weiterführende Informationen zur Anmeldung finden sich auf der Website der X-Tutorials und der Website der X-Student Research Groups. Die nächste Ausschreibung für eine Förderung als X-Tutorial oder X-Student Research Group wird Mitte Oktober veröffentlicht.

Die Berlin University Alliance

Die Berlin University Alliance ist der Verbund der drei Berliner Universitäten Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin sowie der Charité - Universitätsmedizin Berlin für die gemeinsame Gestaltung von Wissenschaft in Berlin. Die vier Partnerinnen haben sich zusammengeschlossen, um den Wissenschaftsstandort Berlin zu einem gemeinsamen Forschungsraum weiterzuentwickeln, der zur internationalen Spitze zählt. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen dabei die gemeinsame Erforschung großer gesellschaftlicher Herausforderungen, die Stärkung des Austausches mit der Gesellschaft, die Nachwuchsförderung, Fragen der Qualität und Wertigkeit von Forschung sowie Übergreifende Vorhaben in Forschungsinfrastruktur, Lehre, Diversität, Chancengerechtigkeit und Internationalisierung. Die Berlin University Alliance wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Land Berlin im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.

Hans-Christoph Keller, kommissarischer Pressesprecher der Berlin University Alliance und Pressesprecher der Humboldt-Universität zu Berlin; E-Mail: medien@berlin-university-alliance.de

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