Urteilskraft statt Vermutungen: Wirtschaft besser verstehen

Signet der Reihe des wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichs © WWU - Wirtscha

Signet der Reihe des wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichs © WWU - Wirtschaftswissenschaften

Viele Fragen der Unternehmensund Wirtschaftspolitik sind schwer zu durchschauen: Diskussionen um Lösungsansätze erscheinen verwirrend oder sogar irreführend. Aktuelle Themen rund um Afrikafonds, Pensionsrückstellung und die gesetzliche Rentenversicherung wollen die Ökonomen der Universität Münster künftig in einer losen Reihe im Internet auch für Laien verständlich und prägnant erklären. Die ersten Beiträge der Serie mit dem Titel "Münster Practice and Policy" ("MPP") sind bereits erschienen. Zur Entstehung der Reihe äußerte sich Dekanin Theresia Theurl im Interview, zu finden unter www.wiwi.uni-muenste­r.de/fakultaet/de/news/2238.

Zielgruppen sind neben der interessierten Öffentlichkeit Medien, Politik, Verwaltungen und Wirtschaftsorganisationen. Die Beiträge befassen sich meist mit aktuell und kontrovers diskutierten Themen. "In der Zeit von Fake News und oft auch interessegeleiteten wirtschaftspolitischen Ratschlägen wollen unsere Forscher einen Beitrag leisten, um die Auseinandersetzungen zu versachlichen. Die Papiere sind kurz und faktenbasiert, so dass sie hoffentlich die Urteilskraft stärken", betont die Dekanin des Fachbereichs, Theresia Theurl.

Die Beiträge der Ökonomen belegten zugleich, dass an einer der größten wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten in Deutschland zu Themen geforscht wird, die für die Menschen bedeutsam sind. "Keine Spur von Elfenbeinturm. Wir sehen, dass die gewonnenen Erkenntnisse auch eine Bringschuld der Wissenschaft sind", unterstreicht Theresia Theurl. Sie freue sich besonders, dass das gesamte Professorium der Fakultät hinter der Zielsetzung der neuen Reihe stehe und diese einstimmig unterstütze.