Unternehmerische Kompetenzen von Promovierten fördern

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Die Freie Universität Berlin ist einem internationalen Netzwerk beigetreten, das Postdoktorandinnen und Postdoktoranden über Alternativen zur Laufbahn an einer Hochschule informiert und für diese qualifiziert. Gegründet wurde Postdoc-to-Innovators (p2i) 2017 gemeinsam von der University of Cambridge , der University of Glasgow , der Universität Innsbruck und der Université Paris Sciences et Lettres sowie den Unternehmen AstraZeneca, Schlumberger, BP und Shell. An der Freien Universität Berlin koordiniert die Beteiligung Hannes Rothe vom Digital Entrepreneurship Hub des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft.

Ziel ist es, jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unternehmerisches Denken und Handeln nahezubringen und damit verbundene Fähigkeiten zu vermitteln. Dies geschieht im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Unternehmen, auch der Finanzwirtschaft, sowie mit erfolgreichen Gründerinnen und Gründern aus ganz Europa. In Qualifizierungsund Mentoringsangeboten erhalten Promovierte einen Überblick über Alternativen zur Laufbahn an einer Hochschule und haben die Möglichkeit, diese in einem strukturierten Programm vorzubereiten. Zudem beinhaltet p2i ein Programm, mit dem eine Ausgründung aus den eigenen Forschungsideen erprobt werden kann. ,,Nicht nur ein potenzieller Wechsel in die Wirtschaft wird durch den Erwerb unternehmerischer Kompetenzen vereinfacht", sagt Hannes Rothe vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Freien Universität Berlin. Auch die wissenschaftliche Karriere könne davon profitieren.

Organisiert von den Partnerhochschulen aus Paris, Innsbruck und Cambridge veranstaltete Postdocs-to-Innovators in diesem Jahr mehrere Unternehmensmessen; eine weitere ist im November dieses Jahres in Glasgow geplant. Informationen über künftige Events sind über einen Newsletter ( www.tinyurl.com/postdoc-news ) und die Website des Digital Entrepreneurship Hub zu finden: www.de-hub.org. Der Digital Entrepreneurship Hub ist ein Zentrum an der Freien Universität Berlin für Forschung und Lehre über Unternehmensgründungen.

Die Freie Universität Berlin hatte sich an dem Netzwerk p2i bereits 2017 im Rahmen der Messe Berlin Science Week beteiligt: Hier hatten sich etwa 50 Postdoktorandinnen und Postdoktoranden zu dem Thema ,,Digital Startup Ecosystem" mit Partnern aus Wirtschaft und Politik ausgetauscht. p2i war zuletzt in der Fachzeitschrift Nature von dem Universitätsnetzwerk League of European Research Universities als innovatives Beispiel zum Aufbau von Kooperationen zwischen Universitäten und Unternehmen beschrieben worden.