Universität Hamburg verleiht zum achten Mal den Joseph Carlebach-Preis

Foto: UHH/Saint-Pere  Die Moorweide war der zentrale Sammelplatz für die Jüdinne

Foto: UHH/Saint-Pere Die Moorweide war der zentrale Sammelplatz für die Jüdinnen und Juden, die deportiert wurden. Unter ihnen war 1941 auch die Familie von Joseph Carlebach.

Zum Gedenken an das Leben und Wirken von Joseph Carlebach (1883-1942) verleiht die Universität Hamburg für herausragende wissenschaftliche Beiträge zur jüdischen Geschichte, Religion und Kultur den Joseph Carlebach-Preis - in diesem Jahr zum achten Mal. Bis zu seiner Deportation 1941 nach Riga war Carlebach der letzte Oberrabbiner der Gemeinden Altona (1926-1936) und Hamburg (1936-1941).

Die Auszeichnung wird durch die Vizepräsidentin der Universität Hamburg, Susanne Rupp, verliehen.

Verleihung des Joseph Carlebach-Preises,
am Mittwoch, den 8. Mai 2019, um 17 Uhr,
im Warburg Haus der Universität Hamburg,
Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen.

Der Preis in Höhe von jeweils 1.500 Euro geht in diesem Jahr an zwei Preisträgerinnen: Dr. des. Viola Alianov-Rautenberg wird für ihre Dissertation ,,Liftmenschen in the Levant. A Gender History of the German-Jewish Immigration to Palestine/Eretz Israel, 1933-1939" im Fach Geschichte ausgezeichnet. Vivien Rönneburg bekommt den Preis für ihre Masterarbeit im Studiengang Lehramt an Gymnasien (M.Ed.) ,,Vom Grindel nach Manhattan - Identität und Zugehörigkeit in den Memoiren jüdischer Auswanderer im Nationalsozialismus".

Der Joseph-Carlebach-Preis ist zugleich seiner Tochter, Miriam Gillis-Carlebach, gewidmet für ihr nicht nachlassendes Bemühen um Verständigung, Zusammenarbeit und gemeinsames Erinnern. Sie ist Direktorin des Joseph-Carlebach-Instituts der Bar-Ilan-Universität (Israel) und Ehrensenatorin der Universität Hamburg.

Der Preis wird alle zwei Jahre für herausragende wissenschaftliche Beiträge aus dem Hamburger Raum, insbesondere für Seminar-, Studien-, Examensarbeiten und Dissertationen zur jüdischen Geschichte, Religion und Kultur, an junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler vergeben.