Universität Göttingen erneuert Verurteilung der Gewalt im Iran

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Foto: Frank Stefan KimmelFoto: Frank Stefan Kimmel
Uns hat die Nachricht erreicht, dass im Iran ein Wissenschaftler, der seinen Doktortitel an der Universität Göttingen erhalten hat, verhaftet wurde, weil er sich für den Schutz demonstrierender Studierender engagiert hat. Vor dem Hintergrund dieser bestürzenden Nachricht erneuert und bestätigt das Präsidium der Universität Göttingen seine Verurteilung von Gewalt gegen Studierende und Universitätsmitarbeitende im Iran.

Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Universität bewusst und verstehen uns als weltoffene Universität, die sich der Verwirklichung gleicher Rechte aller Menschen und der Überwindung geschlechtsbedingter, ethnischer, kultureller, sozialer und religiöser Benachteiligungen verpflichtet fühlt - so wie es in unserem Leitbild formuliert ist. "In publica commoda - Zum Wohle Aller" bedeutet für uns auch, dass wir allen Mitgliedern der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft, die sich friedlich für Menschenrechte und Freiheit einsetzen und sich gegen Unterdrückung und Diskriminierung zur Wehr setzen, solidarisch zur Seite stehen.

Aus diesem Grund rufen wir dazu auf, dass die friedlichen Proteste zugelassen und alle dabei bisher verhafteten Demonstrantinnen und Demonstranten sowie ihre Unterstützerinnen und Unterstützer umgehend freigelassen werden.

zur Erklärung der Universität Göttingen vom 6. Oktober 2022