(Un)vergessene Schönheiten und europäische Tafelfreuden

Sommer-Adonisröschen

Sommer-Adonisröschen Foto: Stefan Meyer

Öffentliche Vortragsreihe fürs Forum Wissen in Göttinger Geschäften wird fortgesetzt



(pug) Sie heißen Lämmersalat, Ferkelkraut, Gewitterblume und waren seit hunderten, manchmal gar tausenden von Jahren auf den Äckern heimisch - und doch sind die meisten dieser ‘Unkräuter’ nun verschwunden. Warum das so ist, was diese Wildpflanzen zum Überleben benötigen, woher ihre fantastischen Namen kommen, und welche Insekten, Vögel und Säugetiere von ihnen leben, erklärt am Mittwoch, 19. Juni 2019, Dr. Stefan Meyer vom Albrecht-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften. Der mehrfach ausgezeichnete Ökologe spricht um 20 Uhr in der Herbarium-Bar des Hotels FREIgeist. Mit -(Un)Kräuter: Vergessene Schönheiten? setzt er die Vortragsreihe der Universität Göttingen fort, in der Forschende ihre Projekte anschaulich in Göttinger Geschäften präsentieren und zum Gespräch einladen.



Zu ihnen gehört auch die Kunsthistorikerin in Klara Wagner, die mit ihrem Vortrag ‘Let them eat cake’ dem Glück vom Essen in Bildern und Objekten nachspürt. Ihre Reise beginnt in der Kunst der frühen Neuzeit und führt durch die europäische Tafelkultur. Geschichten und Anekdoten versprechen nicht nur einen gehaltvollen, sondern auch unterhaltsamen Abend am Montag, 1. Juli 2019, um 19 Uhr im Café Birds. Wagner ist Doktorandin des Forschungskollegs ‘Wissen - Ausstellen’ am Kunsthistorischen Seminar.



Die Vortragsreihe, die im August in weiteren Geschäften fortgesetzt wird, findet im Rahmen der Aktion ‘wir wollen’s wissen’ statt. Ziel der Aktion ist es, über das neu entstehende Forum Wissen zu informieren sowie Bürgerinnen und Bürger zum Engagement für das Museumsprojekt der Universität aufzurufen. ‘Mit den Vorträgen möchten wir Interesse an Wissenschaft wecken, auf ungewohnte Zusammenhänge aufmerksam machen und zum offenen Austausch einladen’, so Dr. Marie Luisa Allemeyer, Direktorin der Zentralen Kustodie an der Universität Göttingen. Diesem Ziel dienen auch die in den Schaufenstern ausgestellten Fotoleinwände mit Objekten aus den akademischen Sammlungen. Sie veranschaulichen genauso wie die Plakate mit Botschafterinnen und Botschaftern des Projektes, dass die Sammlungen und das Forum Wissen eng mit Göttingen und der Region verbunden sind.



Das zukünftige Museum der Universität Göttingen lädt dazu ein, Wissenschaft als einen Prozess zu verstehen, der von Menschen betrieben und bestimmt wird, die Entscheidungen für den einen oder anderen Weg treffen. Ein differenzierter, fächerübergreifender Blick, wechselnde Perspektiven und offene Deutungen werden es den Besucherinnen und Besuchern ermöglichen, sich kritisch mit Wissenschaft auseinanderzusetzen. Der Umbau des Gebäudes an der Berliner Straße 28 hat begonnen; die Eröffnung des Wissensmuseums ist für 2020 geplant. Weitere Informationen sind unter www.forum-wissen.de zu finden.




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