TUM-Campus Straubing wächst weiter

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit dem symbolischen Schlüssel für das neue Labor- und Lehrgebäude am TUM Campus Straubing. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (Mitte) und TUM-Präsident Thomas F. Hofmann freuen sich über die Eröffnung. Bild: TUM / Holger Rieger

Ministerpräsident Söder eröffnet Laborneubau für ,,Nachhaltige Chemie"

Der Straubinger Campus für Biotechnologie und Nachhaltigkeit der Technischen Universität München (TUM) wächst weiter. Am Donnerstag wurde der rund 4.200 Quadratmeter große Neubau für den Forschungsbereich Nachhaltige Chemie von Ministerpräsident Dr. Markus Söder offiziell eröffnet. Das Gebäude ist ein Meilenstein für den aufstrebenden Campus, um mittelfristig 30 Professuren und eine stark wachsende Zahl an Studierenden beheimaten zu können. TUM-Präsident Thomas F. Hofmann sagte: ,,Ich bin Überzeugt: Die Antworten und Lösungsansätze für die großen Herausforderungen einer zukünftigen, bio-basierten Wirtschaft werden zunehmend aus Straubing kommen!"

An der Eröffnung nahmen neben dem Ministerpräsidenten, Wissenschaftsminister Bernd Sibler, Bauministerin Kerstin Schreyer, dem Vorsitzenden des Haushaltsausschussses des Bayerischen Landtags Josef Zellmeier und Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr auch TUM Präsident Emeritus Prof. Wolfgang A. Herrmann teil.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagte: ,,Wir investieren 56 Millionen Euro in einen weiteren Baustein des bayerischen Wissenschaftsmosaiks auf Weltniveau. Wissenschaft gestaltet Zukunft: Mit Cleantech meistern wir die Herausforderungen des Klimawandels!" TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann sagte: ,,Nachhaltigkeit ist eine die Disziplinen Übergreifende Aufgabe - von den Naturund Ingenieurwissenschaften bis hin zu Bioökonomie und Wirtschaftswissenschaften. Dafür steht dieser einzigartige TUM-Standort in Straubing wie kein anderer in Deutschland. Wir sind davon Überzeugt, dass sich gerade für eine technische Universität Nachhaltigkeit und Exzellenz gegenseitig bedingen. Wir fördern Heldinnen und Helden gesellschaftsfähiger Technologieinnovationen, bei denen ökonomische, ökologische und soziale Vorteile Hand in Hand gehen."

Wissenschaftsminister Dr. Bernd Sibler betonte: ,,Der TUM Campus Straubing ist ein Aushängeschild und ein Leuchtturmprojekt der bayerischen Hochschullandschaft. Mit seinem breiten interdisziplinären Studienangebot und seiner Forschung zur energetischen und stofflichen Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen sowie zu Nachhaltigkeit und Bioökonomie ist er auf entscheidende Zukunftstechnologien ausgerichtet und ein echter Magnet für kluge Köpfe aus der ganzen Welt. Und diese klugen Köpfe brauchen Raum zur Entfaltung. Die Fertigstellung des Neubaus ,Nachhaltige Chemie’ ist damit ein echter Meilenstein für den Campus, in den wir auch weiter investieren. So schaffen wir Raum und exzellente Bedingungen für die Arbeit an den wichtigen Themen der Zukunft!"

Das neue Lehrund Forschungsgebäude bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden hochmoderne Laborausstattung und Büroflächen. Außerdem verfügt es über einen teilbaren Stufenhörsaal mit Platz für bis zu 300 Personen, eine Cafeteria sowie Praktikumsund Ausbildungsräume mit mehr als 100 Arbeitsplätzen.

Der dreigeschossige Bau im Überschwemmungsgebiet der Donau mit Außenmauern aus Infraleichtbeton, Holzfassaden sowie einem begrünten Flachdach mit Photovoltaikelementen steht auf Stahlbetonträgern und ist so vor einem potentiellen Hochwasser der vorbeifließenden Donau geschützt. Hohe Dämmeigenschaften und ein Gas-Blockheizkraftwerk sorgen für eine ausgezeichnete Energieeffizienz. Für Personen mit Bewegungsund Seheinschränkungen ist der Neubau über Rampen und Aufzüge sowie ein Bodenleitsystem barrierefrei erschlossen und ungehindert nutzbar.

Der Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit - ein integratives Forschungszentrum der TUM - ist seit 2017 einer von sechs Standorten der Technischen Universität München mit der Kernaufgabe, durch transdisziplinäre Ansätze in Forschung und Lehre rund um nachwachsende Rohstoffe, Biotechnologie und Bioökonomie die post-fossile Wirtschaft zu gestalten.


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