Transformation der ostdeutschen Gesellschaft

Steffen Mau in einer Interviewsituation. Foto: Martin Ibold

Steffen Mau in einer Interviewsituation. Foto: Martin Ibold

Soziologe Mau über Umbrüche in Zeiten anstehender Landtagswahlen

Am 1. September sind Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen. In seinem neuen Buch ,,Lütten Klein - Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft" nimmt Steffen Mau, Leiter des Lehrund Forschungsbereich Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU),  Veränderungen in Ostdeutschland seit Anfang der Siebzigerjahre unter die Lupe.

Selbst aufgewachsen im Rostocker Neubauviertel Lütten Klein, kommt Mau mit Dagebliebenen und Weggezogenen ins Gespräch. Was macht die ostdeutsche Gesellschaft aus? Was sind die Ursachen für Unzufriedenheit und politische Entfremdung in den neuen Ländern?

Steffen Mau: "Angesichts eines löchriges Netzes zivilgesellschaftlicher Assoziationen, der personellen und intellektuellen Schwäche der politischen Eliten und einer Bevölkerung, die kritisch auf die politischen Institutionen, ihre Repräsentanten und die Medien schaut, war es für die Rechtspopulisten recht einfach, in den neuen Bundesländern Fuß zu fassen."

In seinem Buch geht es ihm darum, zwei Perspektiven miteinander zu verbinden: einerseits den Blick auf sozialstrukturelle Veränderungen, also Fragen der Schichtung der Gesellschaft, der sozialen Mobilität und der Demografie sowie andererseits die Perspektive auf die mentale Lagerung und auch das kulturelle Gepäck dieser Gesellschaft.

Steffen Mau steht als Experte für Fragen zu den anstehenden Landtagswahlen zur Verfügung. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Makrosoziologie, Ungleichheitsforschung, politische Soziologie, Europäisierung, Transnationalisierung.

Steffen Mau: Lütten Klein - Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft. Suhrkamp 2019

Erscheinungstermin: 12. August 2019


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