Tom Lahmer erhält Ruf als Professor für Stochastik und Optimierung

Rer. nat. Tom Lahmer leitet ab September die Professur für Stochastik und Optimi

Rer. nat. Tom Lahmer leitet ab September die Professur für Stochastik und Optimierung an der Bauhaus-Universität Weimar. (Foto: Matthias Eckert) Download-Version

Sechs Jahre leitete Tom Lahmer die gleichnamige Juniorprofessur an der Bauhaus-Universität Weimar. Zum 1. September 2019 wird die W3-Professur an der Fakultät Bauingenieurwesen verstetigt. Die Berufung findet gemeinsam mit der Materialforschungsund Prüfungsanstalt Weimar statt, an der er die wissenschaftliche Leitung der Forschergruppe »Charakterisierung und Funktionalisierung von Werkstoffen und Bauteilen« innehat.

Die neu eingerichtete Professur ist demnach zu gleichen Teilen am Institut für Strukturmechanik (ISM) sowie an der Materialforschungsund Prüfungsanstalt (MFPA) Weimar angegliedert. Durch die enge Verzahnung von Universität und Wirtschaft soll der Wissenstransfer im Bereich des »Life Cycle Engineering« weiter intensiviert werden. Ziel ist die Entwicklung interdisziplinärerer Forschungsthemen, welche neue Methoden und Modelle zum Entwurf, der Éberwachung und der Qualitätskontrolle im gesamten Lebenszyklus von Strukturen und Bauwerken beinhalten, um einen zuverlässigen und effizienten Betrieb von technischen Strukturen und Systemen mit hohem Nutzerkomfort und Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

Bereits 2013 wurde Tom Lahmer als Juniorprofessor an die Bauhaus-Universität Weimar berufen. Zuvor hatte er Angewandte Mathematik an der TU Bergakademie Freiberg studiert und am Lehrstuhl für Sensorik der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg promoviert. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeiten liegen in der modellbasierten Charakterisierung von Strukturen, der Modellierung unter Unschärfe sowie der Strukturoptimierung.

Für den promovierten Mathematiker sind Stochastik und Optimierung dabei weit mehr als graue Theorie, denn mithilfe mathematischer Prognosemodelle kann Prof. Lahmer gewissermaßen in die Zukunft schauen. »Die Aufgabe von Ingenieurinnen und Ingenieuren ist es, Strukturen und Prozesse zu entwickeln, die den vorgegebenen Nutzungsanforderungen genügen«, erläutert er. »Durch Simulation und Experiment können wir das Verhalten von Bauteilen, Komponenten und Tragstrukturen vorhersagen und zuverlässige, technische Systeme entwickeln.«

Zur Förderung von Forschungsaktivitäten im Life Cycle Material Engineering unterstützt das Land Thüringen die MFPA durch eigens eingerichteter Forschergruppen. Das Augenmerk liegt dabei sowohl auf der Planung und Produktion, der Éberwachung als auch auf der Verwertung von Wertstoffen am Ende des Lebenszyklus’.

In der Lehre engagiert sich Lahmer vor allem in den englischsprachigen Masterstudiengängen der Fakultät Bauingenieurwesen: Digital Engineering und Natural Hazards and Risks in Structural Engineering.


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