Tierforscher als Experten in Schulen, Vereine oder Gruppen holen

WWU-Biologen untersuchen unter anderem das Verhalten von Meerscheinchen - hier d

WWU-Biologen untersuchen unter anderem das Verhalten von Meerscheinchen - hier den münsterschen Wieselmeerschweinchen. © K. Agelopoulos

Wie denken und fühlen Tiere? Gibt es unter ihnen Pessimisten und Optimisten? Wie beeinflusst die Umwelt ihr Wohlergehen? Das alles untersuchen Tierforscherinnen und -forscher an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Wer mehr über diese und weitere spannende Themen erfahren möchte, muss sich nicht selbst auf Naturreisen oder ins Labor begeben. Mit dem neuen Programm „e-vite a prof!“ („Lad Dir einen Professor ein“) kommen die Wissenschaftler ab sofort zu allen Interessierten und berichten direkt vor Ort von ihren Forschungsergebnissen - in Schulen, Vereinen oder in anderen Gruppen.

In verschiedenen Vorträgen erzählen sie leicht verständlich und doch anspruchsvoll über ökologische Nischen und Anpassungsprozesse. Das Programm ist eine Initiative der Mitarbeiter des Transregio-Sonderforschungsbereichs „NC3 - Individualisierung in Evolution, ökologie und Verhalten“, einem gemeinsamen Forschungsverbund der Universitäten Münster und Bielefeld.

„Wir wollen ein Stück unserer Wissenschaft in die Gesellschaft tragen“, betont WWU-Verhaltensbiologe Norbert Sachser, der in seinen Vorträgen zeigt, dass das Verhalten von Tieren dem menschlichen Verhalten oft ähnlich ist. Seine Kollegin Sylvia Kaiser berichtet von Meerschweinchen als "Sozialstrategen". Helene Richter widmet sich aktuellen Themen des Tierschutzes, Jürgen Gadau behauptet, Ameisen seien auch nur Menschen, und Joachim Kurtz erzählt von Parasiten und Koevolution und fragt in einem anderen Vortrag „Wozu Sex?“.

Im Großraum Bielefeld ist das Programm bereits im März angelaufen - die Wissenschaftler dort freuen sich über rege Nachfrage. „Unsere Vortragsthemen hängen oft mit Klimawandel und Umweltschutz zusammen, wodurch viele anregende Diskussionen im Publikum entstehen“, betont der Verhaltensbiologe Oliver Krüger von der Universität Bielefeld.


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