Tiere in der arabischen Literatur

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Darstellungen und Bedeutungen von Tieren in der arabischen Literatur zwischen dem 8. und 14.Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung stehen im Zentrum eines öffentlichen Workshops am 9. und 10. Mai an der Freien Universität Berlin. Im Rahmen der Veranstaltung hält der niederländische Arabist und Oxford-Professor emeritus Geert Jan van Gelder am 10. Mai einen Vortrag über eine kurze literarische Form, die in der englischen Tradition als Just-so Story bezeichnet wird, und nicht selten nur zwei, drei Sätze lang ist. Der Workshop mit dem Titel Animals, Adab, and Fictivity ist Teil des vom Europäischen Forschungsrats (ERC) geförderten Projekts AnonymClassic, das sich mit der arabischen Fabelsammlung Kal’la wa-Dimna befasst. Er wird finanziell vom Dahlem Humanities Center unterstützt im Rahmen des Dahlem Junior Host Program . Organisiert wird der Workshop von Projektleiterin und Leibniz-Preisträgerin Beatrice Gründler und Matthew L. Keegan, beide vom Fachbereich Geschichtsund Kulturwissenschaften der Freien Universität. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Vorträge finden in englischer Sprache statt.

Tierfabeln in der arabischen Literatur können den Experten aus dem Projekt zufolge interpretiert werden als Auseinandersetzung mit brisanten politischen oder auch ethischen Themen in Form literarischer Analogien mit häufig pikareskem Einschlag. Daher hatten sie verschiedene Ebenen von Leserschaften, von der Elite bis hin zu weniger gebildeten oder auch jungen Lesern.


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