Tiefgarage: Reste der alten Stadtmauer sollen sichtbar werden

Baustelle am Uni-Hauptgebäude 
                 Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Baustelle am Uni-Hauptgebäude Foto: Volker Lannert/Uni Bonn



Im Zuge der Sanierung der Uni-Tiefgarage sind Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter auf Reste der alten Bonner Stadtbefestigung gestoßen. Das Rektorat hat nun beschlossen, dass die historischen Mauerreste künftig sichtbar gemacht und in die Tiefgarage einbezogen werden sollen.


Die marode Garage wird derzeit grundlegend saniert und soll dabei auch einen neuen, barrierefreien Zugang über einen Aufzug erhalten. Bei der Ausschachtung der Grube für die neue Aufzugsanlage waren die Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter im September 2018 auf Teile des äußeren Befestigungsringes der alten Stadtmauer Bonns gestoßen. Das für die Denkmalpflege zuständigen Amt der Stadt Bonn wurde umgehend informiert und ein Baustopp verfügt. Eine archäologische Untersuchung der Mauerreste ergab, dass der Fund als schützenswert eingestuft wurde. Dies macht eine veränderte Planung erforderlich.

Wie genau die Mauerreste künftig in der Tiegarage sichtbar werden sollen, stimmen der Bauund Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW als Bauherr, die Universität Bonn als Eigentümerin und die Stadt Bonn als zuständige Behörde miteinander ab. Ziel ist es dabei, den Bonner Bürgerinnen und Bürgern einen Blick auf Teile der historischen Stadtbefestigung zu ermöglichen. Das Rektorat hat nun beschlossen für die denkmalgerechte Einbeziehung der alten Stadtmauer un die erforderliche Verlegung des Fahrstuhlschachts eine Summe von 600.000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Die Fertigstellung der Uni-Tiefgarage verzögert sich laut BLB durch die Entdeckung und die aus ihr resultierenden Maßnahmen. Durch die Planänderung soll der Termin der Übergabe der sanierten Tiefgarage an die Universität Bonn nach heutigem Sachstand auf das Ende des ersten Quartals 2020 verschoben werden.