Suche nach extraterrestrischem Leben

RWTH Aachen forscht an vollautonomem Kleinst-Tauchroboter.

 

Zwei der vielversprechendsten Kandidaten für mögliches Leben im All sind der Jupitermond Europa und der Saturnmond Enceladus. Beide sind von einer massiven Eisschicht bedeckt, unter der man Ozeane vermutet.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert seit September 2020 das Verbundvorhaben TRIPLE-nanoAUV1 der Projektlinie ,,Technologies for Rapid Ice Penetration and subglacial Lake Exploration" (TRIPLE) des Deutschen Zentrums für Luftund Raumfahrt (DLR) in Bonn. Die Projektlinie entwickelt Schlüsseltechnologien für zukünftige Raumfahrtmissionen zu Eismonden wobei in TRIPLE-nanoAUV1 ein Konzept für ein dreiteiliges Explorationssystem zur Durchführung wissenschaftlicher Beobachtungen in Gewässern unter Eis konzipiert wird. Dieses besteht aus einem vollautonomen Kleinst-Tauchroboter (nanoAUV), einer teilautonomen Einschmelzsonde, die sich in die Eisschicht bis zur Eis-Wasser-Grenze einschmilzt und als Trägersystem des nanoAUV fungiert sowie einem astrobiologischen Labor (AstroBioLab) zur Untersuchung von Flüssigkeitsund Sedimentproben.

Drei RWTH-Einrichtungen eingebunden

Von der RWTH sind drei Einrichtungen in TRIPLE-nanoAUV1 eingebunden: Das Institut für Regelungstechnik unter Leitung von Dirk Abel entwickelt Methoden zur sicheren, robusten und autonomen Unterwassernavigation und zur Regelung des Kleinst-Tauchroboters. Das III. Physikalische Institut B widmet sich unter Leitung von Christopher Wiebusch der Entwicklung der Einschmelzsonde, einer Oberflächenstation sowie eines akustischen Systems zur Orientierung des Kleinst-Tauchroboters im glazialen See. Die Aachener Graduiertenschule für computergestützte Naturund Ingenieurwissenschaften AICES arbeitet unter Professorin Julia Kowalski an der mathematischen Beschreibung der Eisschicht, um daraus abzuleiten, wie sich die Einschmelzsonde im Eis bewegen wird.

Weitere Projektpartner sind die Universität Bremen, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, die Technische Universität Braunschweig, die Gesellschaft für Systementwicklung und Instrumentierung (GSI) mbH, das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polarund Meeresforschung sowie die DSI Aerospace Technologie GmbH.


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