Stark im Verbund

Foto: Sandra Meyndt

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Rund 34 Millionen Euro für vier Sonderforschungsbereiche an der Universität und am Universitätsklinikum Freiburg

Vier Erfolge für die Verbundforschung an der Albert-Ludwigs-Universität und am Universitätsklinikum Freiburg: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert in den kommenden vier Jahren den geisteswissenschaftlichen Sonderforschungsbereich (SFB) ,,Helden - Heroisierungen - Heroismen" sowie drei SFBs in der Medizin mit insgesamt rund 34 Millionen Euro. ,,Ich gratuliere allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die zu diesem herausragenden Ergebnis beigetragen haben", sagt Rektor Hans-Jochen Schiewer. ,,Wir stellen damit erneut unsere besondere Stärke in der Verbundforschung unter Beweis. Die Universität und das Universitätsklinikum Freiburg stehen für Kreativität und Kooperation - von den Geistesbis zu den Lebenswissenschaften."

Der SFB ,,Helden - Heroisierungen - Heroismen" befasst sich seit 2012 mit der Frage, warum und wie Gemeinschaften Heldinnen und Helden hervorbringen und welche Bedeutung diesen außergewöhnlichen Figuren für die jeweiligen sozialen Normen und Ordnungen zukommt - was gerade gegenwärtig aktueller denn je erscheint. Er untersucht dies von der griechisch-römischen Antike bis zur Gegenwart sowie in Kulturräumen von Europa bis China. Die Besonderheiten der abschließenden dritten Förderphase liegen in einer Ausrichtung auf Synthesen und im Wissenstransfer, erklärt der Klassische Archäologe Ralf von den Hoff, Sprecher des SFB: ,,Wir werden sämtliche bisherige und neue Ergebnisse in Teilprojekten, die sich mit übergreifenden Fragen befassen, zusammenführen, aufbereiten und sowohl für die Wissenschaft als auch für die Öffentlichkeit nachhaltig zugänglich machen." Die Syntheseprojekte befassen sich mit den Heldenfiguren in historischen Umbruchsituationen, als Figuren der Personalisierung und der Aushandlung von Maskulinität sowie mit Ästhetiken ihrer Darstellung und deren Wirkungen. Den Wissenstransfer fördert der SFB, indem er seine Forschungsergebnisse auf einem digitalen Portal zusammenführt und multimedial präsentiert, sein in der zweiten Förderphase gestartetes Online-Lexikon ,,Compendium heroicum" abschließt, Lehrmodule für die Lehrerund Schulbildung entwickelt und ein Ausstellungsprojekt umsetzt. Beteiligte Disziplinen sind die Geschichts- Literaturund Bildwissenschaften, die Islamwissenschaft, Sinologie, Soziologie, Theologie, Musikwissenschaft und die Philosophie. Die DFG unterstützt das Vorhaben mit insgesamt 6,2 Millionen Euro.

In der Medizin hat die DFG Förderungen für drei SFBs bewilligt. Der neue SFB ,,Die heterozelluläre Natur kardialer Läsionen: Identitäten, Interaktionen, Implikationen" erhält elf Millionen Euro für die Forschung zu natürlichen Reparaturprozessen nach Gewebeschädigungen am Herzen. Sprecher ist Peter Kohl, Direktor des Instituts für Experimentelle Kardiovaskuläre Medizin am Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen. Der SFB ,,MEDEP - Medizinische Epigenetik. Von grundlegenden Mechanismen zu klinischen Anwendungen" befasst sich in seiner dritten und letzten Förderphase weiterhin mit Mechanismen der Vererbung, die über die genetische Festlegung in der DNA hinausgehen. Dem Verbund um Sprecher Roland Schüle, Wissenschaftlicher Direktor der Klinik für Urologie und Leiter der Zentralen Klinischen Forschung am Universitätsklinikum Freiburg, stehen dafür 14 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem beteiligt sich ein Team um Robert Thimme, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie) des Universitätsklinikums Freiburg, am SFB/Transregio (TRR) ,,Ursachen der Ausheilung bzw. Chronifizierung von Infektionen mit Hepatitisviren", der in seiner zweiten Förderphase 11,4 Millionen Euro erhält, von denen etwa drei Millionen Euro nach Freiburg gehen. Federführend bei diesem Projekt ist das Universitätsklinikum Heidelberg.

mit ausführlichen Beschreibungen der bewilligten SFBs in der Medizin



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