Spitzenforschung zu 6G an der TUM

Bayerischer Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zu Besuch im 6G Zukunftslabor Ba
Bayerischer Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zu Besuch im 6G Zukunftslabor Bayern


Aktueller Stand des 6G Zukunftslabors Bayern

Während deutschlandweit noch das 5G Netz ausgebaut wird, arbeiten Forschende der Technischen Universität München (TUM) bereits an den Grundlagen für die nächste Mobilfunkgeneration. Im 6G Zukunftslabor Bayern entwickelt und erprobt das Team dafür grundlegende Mechanismen. Die Kommunikation soll dadurch für alle Bereiche der Gesellschaft effizienter, resilienter und sicherer werden. Nach dreijähriger Laufzeit präsentierten die Forschenden am Freitag Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger den aktuellen Stand des Projekts.

Im 6G Zukunftslabor Bayern sollen die wichtigsten Grundlagen für die sechste Mobilfunkgeneration erforscht und für weitere wissenschaftliche Untersuchungen, die wirtschaftliche Weiterentwicklung und Standardisierung aufbereitet werden. Das Projekt startete im Mai 2021 und umfasst zwölf Lehrstühle an der TUM.


Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger sagte: ,,Mit dem 6G Zukunftslabor an der TUM liegt einer der wichtigsten Forschungsstandorte zur sechsten Mobilfunkgeneration in Bayern. 6G soll zahlreiche Hightech-Anwendungen möglich machen - von der ferngesteuerten Operation bis zum Hologramm. Wir warten nicht auf Mitbewerber aus dem Ausland, sondern entwickeln den neuesten Mobilfunkstandard aktiv vor Ort. Deshalb haben wir vor mehr als drei Jahren unsere bayerische 6G-Initiative gestartet, in deren Rahmen wir das 6G Zukunftslabor Bayern mit vier Millionen Euro fördern."

München als idealer Forschungsstandort

Wolfgang Kellerer, Professor für Kommunikationsnetze und Projektleiter des Zukunftslabors, sagte: ,,Das 6G Zukunftslabor Bayern ermöglicht nicht nur einen entscheidenden Impuls für die bayerische Wirtschaft, sondern die TUM nimmt auch eine Spitzenposition in der Forschung zu 6G ein. München ist dabei der ideale Standort für die Initiative, da die wichtigsten IT-Firmen hier ein Forschungsund Entwicklungszentrum haben." Laufende Kooperationen der TUM zu einigen dieser Unternehmen unterstreichen die hohe wirtschaftliche Relevanz der Forschung.

Mensch rückt in den Mittelpunkt

Während bei 5G der Fokus mehr auf der Kommunikation zwischen Maschinen liegt, rückt bei 6G der Mensch in den Mittelpunkt. Für Anwendungen, bei denen ein Mensch mit einer Maschine interagiert, beispielsweise bei Pflegerobotern oder bei einer Teleoperation muss die Schnittstelle extrem präzise und zuverlässig arbeiten. Darüber hinaus muss eine schnelle Datenverbindung und höchste Sicherheit gewährleitstet sein.

Seit Projektbeginn haben die Forschenden bereits erste entscheidende Basistechnologien für 6G umgesetzt. Darunter zählt zum Beispiel die Entwicklung digitaler Zwillinge mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI). Diese ermöglichen ein effizientes Netzmanagement sowie eine leistungsfähigere und ressourcenschonende Kommunikation. Ein weiterer Fokus des Projekts liegt auf der ganzheitlichen Sicherheit in 6G. Daten müssen dabei so verschlüsselt werden, dass sie zukünftig auch der hohen Rechenleistung von Quantencomputern standhalten. Ein speziell entwickelter Mikrochip sorgt dafür, dass diese neuartige Verschlüsselung sowohl performant als auch energieeffizient in Hardware umgesetzt wird.