Soziologe der Universität Hamburg erhält Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2019

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Foto: UHH/Ohme Stefan Aykut erhält mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis die wichtigste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung haben Stefan Aykut vom Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg als einen der zehn diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger für den mit je 20.000 Euro dotierten Heinz Maier-Leibnitz-Preis ausgewählt. Die Auszeichnung gilt als der wichtigste Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland.

Stefan Aykut (38), seit Mai 2017 Juniorprofessor für Soziologie, Schwerpunkt ökologische Krisen und Konflikte, beschäftigt sich mit der Erforschung der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen rund um die Themen Klimawandel und Klimapolitik. Besondere Bedeutung für seine Arbeiten hat der Vergleich zwischen den ,,Energiewenden" in Deutschland und Frankreich. In beiden Ländern hat Aykut studiert und geforscht. Aykuts Forschung zeichnet sich durch eine neuartige Verknüpfung von Forschungsansätzen und Methoden aus der Soziologie, der Politikwissenschaft und Ethnografie aus. Zum Beispiel untersuchte er den Verhandlungsprozess des Pariser Klimaabkommens 2015 und die Versuche verschiedener gesellschaftlicher Gruppen wie zum Beispiel Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs), sozialer Bewegungen oder Lobbyverbänden aus der Wirtschaft, darauf Einfluss zu nehmen.

Die Auszeichnung ist für Stefan Aykut eine ,,tolle Überraschung und schöne Anerkennung". In Zukunft möchte er verstärkt der Frage nachgehen, welche neuen Bruchlinien und Konflikte im Zuge eines gesellschaftlichen Umbaus zur Nachhaltigkeit entstehen. ,,In diese Projekte wird auch das Preisgeld fließen", so Prof. Aykut, der Mitglied im Exzellenzcluster "Climate, Climatic Change, and Society" (CLICCS), im Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) sowie im Centrum für Globalisierung und Governance (CGG) der Universität Hamburg ist.

Für die diesjährige Preisrunde waren insgesamt 129 Forscherinnen und Forscher aus allen Fachgebieten und aus ganz Deutschland vorgeschlagen worden. Die Auswahl traf der zuständige Ausschuss unter dem Vorsitz der DFG-Vizepräsidentin Marlis Hochbruck. Die DFG unterstreicht mit dem nach ihrem früheren Präsidenten und Atomphysiker Heinz Maier-Leibnitz benannten Preis die wissenschaftliche Anerkennung des Nachwuchses und gibt zugleich Ansporn zu weiterer wissenschaftlicher Höchstleistung.

Die Preisverleihung findet am 28. Mai 2019 in Berlin statt.


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