Sensoriklabor als »Ausgezeichneter Ort« 2019 prämiert

-Ing. Kay Smarsly möchte die Digitalisierung im Bauwesen mit praxisorientierter

-Ing. Kay Smarsly möchte die Digitalisierung im Bauwesen mit praxisorientierter Forschung und Lehre vorantreiben. Foto: Thomas Müller Download-Version

Im Labor für Bauwerkssensorik und Datenanalyse erarbeiten Studierende und Lehrende der Bauhaus-Universität Weimar digitale Lösungen für das Bauwesen 4.0. Am 14. Mai 2019 wurde das Innovationsprojekt als eines von bundesweit zehn Preisträgern von der Initiative »Deutschland ’ Land der Ideen« und der Deutschen Bank in Berlin ausgezeichnet.

Der digitale Wandel revolutioniert auch die Baubranche. Doch längst nicht alle Entwicklungen in der Industrie 4.0 sind bereits in der Baupraxis angekommen. Deshalb gründete die Bauhaus-Universität Weimar im Frühjahr 2017 das Labor für Bauwerkssensorik und Datenanalyse. »Ziel ist es, Nachwuchswissenschaftlerinnen und ’wissenschaftler frühzeitig auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten. Durch praxisnahe Forschung und Lehre mit Bezug zu Kernthemen wie Künstliche Intelligenz, Building Information Modeling, adaptive Tragwerke, Bauwerkserhaltung oder Tragwerkssicherheit wollen wir den Prozess der Digitalisierung im Bauwesen aktiv vorantreiben«, erläutert Prof. Dr.-Ing. Kay Smarsly, Professur Informatik im Bauwesen.

Gemeinsam mit europäischen Kooperationspartnern entwickeln und erproben Studierende, Forscherinnen und Forscher in interdisziplinären Teams neue Konzepte der Messtechnik, Modellierung und Datenauswertung wie zum Beispiel sensorbasierte Bauwerksanalysen oder digitales Brückenmonitoring. Hierfür stellt das Sensoriklabor in der Coudraystraße 4 und 9 über 70 hochmoderne IT-Komponenten bereit, die für Forschungsund Studienprojekte genutzt werden können. Darunter beispielsweise »Smart Structures«, das heißt programmierbare intelligente Sensorik, Videokameras und Computerserver.

Experimenteller Ort für Innovationen im Bauwesen


»Das Sensoriklabor der Bauhaus-Universität Weimar zeigt, wie durch Experimentierfreude, Neugier und Mut zum Umdenken, zukunftsweisende Innovationen im Bauwesen entstehen können«, urteilte die Jury des Innovationswettbewerbes »Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen«. Passend zum Jahresmotto »digitalisieren. revolutionieren. motivieren. Ideen für Arbeit und Bildung in Deutschland und Europa« gingen 2019 rund 600 Bewerbungen ein, unter denen die Bauhaus-Universität Weimar als Preisträger ausgewählt wurde. Eine besondere Ehrung, welche der Fakultät Bauingenieurwesen bereits 2017 durch die Auszeichnung des Weimarer Klimalabors zuteilwurde.

Das Labor für Bauwerkssensorik und Datenanalyse ist im Umfang von 350.000 Euro durch den Freistaat Thüringen und über Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert worden. Initiiert und eingeworben wurde das Projekt gemeinsam von den Professuren Prof. Dr.-Ing. Kay Smarsly (Professur Informatik im Bauwesen), Dipl.-Ing. Guido Morgenthal (Professur Modellierung und Simulation - Konstruktion) sowie Prof. Dr.-Ing. Matthias Kraus (Professur Stahlund Hybridbau).

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite: www.bauwerksmonitoring.net