Schnappschüsse mit ultrakurzen Laserblitzen

Pierre Agostini, Ferenc Krausz und Anne L’Huillier - die Preisträger des N
Pierre Agostini, Ferenc Krausz und Anne L’Huillier - die Preisträger des Nobelpreises für Physik 2023. © Foto: Ill. Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach

Universität Bonn lädt für 13. Dezember ab 19 Uhr zu einem Vortrag zum Physik-Nobelpreis 2023 ein

In diesem Dezember erhalten Anne L’Huillier, Pierre Agostini und Ferenc Krausz den Physik-Nobelpreis 2023 "für experimentelle Methoden zur Erzeugung von Attosekunden-Lichtpulsen für die Untersuchung der Elektronendynamik in Materie". Aus diesem Anlass lädt die Physikwerkstatt Rheinland für Mittwoch, 13. Dezember, 19:00 Uhr zu einem allgemeinverständlichen Vortrag in den Wolfgang-Paul-Hörsaal, Kreuzbergweg 28 in Bonn, ein. Es spricht Michael Köhl vom Physikalischen Institut der Universität Bonn. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mit dem diesjährigen Nobelpreis in Physik werden die Pionierarbeiten im Bereich der Attosekundenphysik von Anne L’Huillier von der Universität Lund, Pierre Agostini von der Ohio State University sowie von Ferenc Krausz von der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Max-Planck-Institut für Quantenoptik geehrt.

Eine Attosekunde ist nur ein Millardstel einer Millardstel Sekunde lang. Das ist die unfassbar kurze Zeitspanne, auf der sich zum Beispiel Elektronen in Atomen und Molekülen bewegen. Mit den bahnbrechenden experimentellen Methoden, die von der Wissenschaftlerin und den zwei Wissenschaftlern entwickelten wurden, lassen sich Attosekunden-kurze Laserblitze erzeugen. Damit können die sehr schnellen Bewegungen von Elektronen in Atomen und Molekülen untersucht und Einblicke in mikroskopische dynamische Prozesse in der Materie gewonnen werden, zum Beispiel bei chemischen Reaktionen.

In einem allgemeinverständlichen Vortrag erläutert Prof. Michael Köhl vom Physikalischen Institut der Universität Bonn, was es mit der Attosekundenphysik und der Arbeit der drei Nobelpreisträger auf sich hat. Im Anschluss an den Vortrag gibt es ausreichend Zeit für Fragen.

Michael Köhl ist seit 2013 Professor am Physikalischen Institut der Universität Bonn und leitet die Arbeitsgruppe Experimentelle Quantenphysik. Seit 2019 trägt er im Rahmen des Exzellenzclusters Materie und Licht für Quanteninformation (ML4Q) bei, neue Computerund Netzwerkarchitekturen zu schaffen, die auf den Prinzipien der Quantenmechanik beruhen.

Das zdi-Schülerlabor ,,Physikwerkstatt Rheinland" der Universität Bonn vereinigt eine Vielzahl von Projekten mit dem Ziel, sowohl Schülern und Lehrern als auch der breiten öffentlichkeit einen Einblick in die aktuelle physikalische Forschung zu geben. Öffentliche Vorträge sind ein wichtiges Programmangebot des Schülerlabors. Eine Übersicht der bisherigen Veranstaltungen findet man auf www.schuelerlabor.uni­-bonn.de. 

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